Reaktion auf Interview

Bausch wirft Wiseler "Realitätsverlust" vor

CSV-Fraktionschef Claude Wiseler ist der Ansicht, dass die Regierung auseinandergedriftet ist und keine gemeinsame Linie mehr hat.
CSV-Fraktionschef Claude Wiseler ist der Ansicht, dass die Regierung auseinandergedriftet ist und keine gemeinsame Linie mehr hat.
Foto: Guy Jallay

(miz) - Am Sonntag fällt endlich der Startschuss: Ab dann wird die Tram fahren. Doch schon jetzt wird viel über sie diskutiert - und vor allem darüber, wer das Projekt "Tram" überhaupt in die Wege geleitet hat. Dem "Luxemburger Wort" sagt CSV-Fraktionschef Claude Wiseler am Donnerstag, er sei froh, dass die Tram nun fährt.

Das Projekt sei aber auch von ihm als Transportminister initiiert worden. „Wenn heute davon gesprochen wird, dass ,Déi Gréng‘ nicht nur jahrelang geplant, sondern die Tram nach Luxemburg gebracht hätten, stört mich das schon.“ Er selbst habe den Gesetzestext im Jahr 2013 deponiert.

Infrastrukturminister François Bausch reagiert auf Twitter auf diese Aussagen und wirft Claude Wiseler "Realitätsverlust" vor.

Auch in einem RTL-Interview geht er noch einmal auf die Aussagen von Claude Wiseler ein und sagt, dass der damalige Transportminister Schwierigkeiten hatte, das Projekt in der eigenen Partei durchzusetzen. "Die komplette städtische CSV war damals gegen die Tram", so François Bausch. Er finde es nicht "ganz staatsmännisch" von Claude Wiseler, jetzt - da die Arbeit getan sei - solche Aussagen zu machen. "Ich finde das schade und bedauerlich."

Claude Wiseler reagierte seinerseits auf die Aussagen von François Bausch. Ein Projekt, wie das der Tram würde immer eine, wenn nicht sogar zwei Legislaturperioden überdauern "und die politischen Verantwortlichen, die an dem Projekt gearbeitet haben, haben alle Verdienst daran".

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