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Juncker: Schulz wird mein wichtigster Partner
Politik 2 2 Min. 15.07.2014 Aus unserem online-Archiv
Reaktion auf erfolgreiche Wahl

Juncker: Schulz wird mein wichtigster Partner

Politik 2 2 Min. 15.07.2014 Aus unserem online-Archiv
Reaktion auf erfolgreiche Wahl

Juncker: Schulz wird mein wichtigster Partner

Der frischgewählte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich beim Parlament für das Vertrauen bedankt. Nach seiner Wahl lieferte Juncker einen Ausblick auf die kommende fünfjährige Amtszeit.

(vb) – Der frischgewählte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich beim Parlament für das Vertrauen bedankt. Nach seiner Wahl lieferte Juncker einen Ausblick auf die kommende fünfjährige Amtszeit.

Juncker gab sich in einer Pressekonferenz zusammen mit EU-Parlamentspräsident Schulz am Dienstagnachmittag nach seiner Wahl selbstbewusst: „Ich hatte nie Bedenken, dass ich vom Rat vorgeschlagen werde. Eher schon hatte ich Bedenken, die Zustimmung im Parlament zu bekommen.“

Dann und wann werden wir uns sicher in die Haare kriegen - was bei Herrn Schulz nicht leicht vorzustellen ist

Er sei erfreut über eine so breite Mehrheit im Parlament. „Ich kann mir eine breitere Zustimmung als die, die ich heute bekommen habe, eigentlich nicht vorstellen“, sagte er. Seine Amtszeit beginnt im November. „Herr Schulz wird mein Hauptgesprächspartner sein. Ich werde häufig mit ihm diskutieren. Dann und wann werden wir uns sicher in die Haare kriegen - was bei Herrn Schulz nicht leicht vorzustellen ist“, sagte Juncker in einem Ausblick auf die bevorstehende Amtszeit, der auch hier im Video zu sehen ist:

Schulz sprach von einem „historischen Tag“. Zum ersten Mal habe sich der EU-Rat nach dem Wahlergebnis gerichtet und sich auf einen Kandidaten geeinigt. „Das hat zu großen Kontroversen geführt und ist, wie ich finde, zu einem grandiosen Abschluss gelangt.“ Hier die Rede des Parlamentspräsidenten vor der Bekanntgabe der Wahlergebnisse:

Der Christsoziale Juncker wurde mit 422 von 729 abgegebenen Stimmen für die kommenden fünf Jahre zum Nachfolger des bisherigen Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso gewählt. Er bekam vor allem die Stimmen von Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen. Gegen ihn stimmten 250 Abgeordnete, die anderen Stimmzettel waren leer oder ungültig. 22 Abgeordnete nahmen an der Abstimmung nicht teil. Martin Schulz war am 1. Juli mit 409 Stimmen zum Parlamentspräsidenten gewählt worden. Er hatte damals drei Gegenkandidaten.

Ein Kuriosum: Vor genau 20 Jahren, nämlich am 15. Juli 1994, war schon einmal ein Luxemburger zum EU-Kommissionspräsidenten gewählt worden. Damals einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf den Luxemburger Premier Jacques Santer, Junckers Vorgänger. Schon damals gab es aus Großbritannien Widerstand gegen Santers Wahl.

Glückwünsche kamen am Dienstag von vielen Seiten. So gratulierte beispielsweise Großherzog Juncker zur erfolgreichen Wahl und sprach von einer "tiefen persönlichen Befriedigung". Auch mehrere Regierungschefs sprachen Juncker ihre Glückwünsche aus, unter anderem Xavier Bettel: