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Quadripartite: Finanzen der Gesundheitskasse bleiben gesund
Akuter Ärztemangel: Im Juli liegt dem Gesundheitsminister eine Studie zur Ärztedemografie vor

Quadripartite: Finanzen der Gesundheitskasse bleiben gesund

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Akuter Ärztemangel: Im Juli liegt dem Gesundheitsminister eine Studie zur Ärztedemografie vor
Politik 22.05.2019

Quadripartite: Finanzen der Gesundheitskasse bleiben gesund

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Bei der Frühjahrs-Quadripartite ging es um die Konten der Gesundheitskasse CNS und die politischen Prioritäten für diese Legislatur. Die vier neuen IRM sind alle noch in diesem Jahr operationell.

„Wir machen eine Punktlandung“, freute sich Sozialminister Romain Schneider (LSAP) am Mittwoch im Anschluss an die Frühjahrs-Quadripartite im Sozial- und Gesundheitswesen. „Rund 129 Millionen Euro Überschuss waren für 2018 vorgesehen, 132,5 sind es, sodass die Reserven auf 870 Millionen anwachsen.“ 

Die Gesundheitskasse sei und bleibe gesund, sie könne die in den vergangenen Jahren beschlossenen Leistungsverbesserungen und weitere Leistungen problemlos finanzieren und werde wohl auch 2019 und 2020 Überschüsse ausweisen. Obwohl die Ausgaben um 8,5 Prozent für 2019 ansteigen werden. 2,6 Milliarden Euro fließen derzeit in die Gesundheit von nunmehr über 800 000 Versicherten. 

 Tiers payant bis Ende des Jahres   

So viel zu den finanziellen Eckwerten. Diskutiert wurde mit den Sozialpartnern, den Vertretern der Krankenhausföderation sowie den Dienstleistern des Gesundheits- und Pflegesektors, wie Ärzten, Apothekern und Laboren aber auch das Regierungsprogramm. Die verstärkte Prävention und die Gouvernance, wozu auch eine Reform der Nomenklaturkommission gehört, seien Prioritäten. 

„Eine moderne, angepasste Nomenklatur ist wichtig. Nach meinem Treffen mit allen Akteuren hat nun jeder schriftlich Stellung bezogen, sodass wir nun in einer zweiten Arbeitssitzung weiterkommen können“, zeigte sich Romain Schneider zuversichtlich. Er stellte auch in Aussicht, dass bis Ende des Jahres der allgemeine Tiers payant technisch umgesetzt sein wird. 

Prävention ist eine der Prioritäten

Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) dankte seinem Kollegen, dass er die Prävention und die Früherkennung unterstützt, die zu seinen Prioritäten für diese Legislatur gehört. Eigentlich gehört die Prävention zu den Aufgaben des Gesundheitsministeriums, das aber nur ein eher bescheidenes Budget hat. „Krankheiten gar nicht aufkommen lassen, spart Mittel ein und hilft den Menschen“, sagte Etienne Schneider. Man werde künftig die Kommunikationsform ändern und mehr über die sozialen Medien versuchen, die Versicherten zu sensibilisieren. 

„In sieben Jahren werden wir die modernste Krankenhausinfrastruktur weit und breit haben“, erklärte Etienne Schneider, der bei den überlasteten IRM und den Notaufnahmen nun schnell handeln möchte. Von Paul Junck, seit 2009 Präsident der Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois (FHL), war derweil zu erfahren, dass die vier zusätzlichen IRM innerhalb der nächsten sechs Monate operationell sein werden. Elf Geräte sind dann verfügbar. Im Juli soll der erste der neuen Geräte auf dem Kirchberg installiert sein. 


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