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Psychotherapie soll ab 2022 erstattet werden
Politik 3 Min. 19.10.2021
Fragestunde im Parlament

Psychotherapie soll ab 2022 erstattet werden

Materialmangel und fehlendes Personal beschäftigen den Mittelstandsminister.
Fragestunde im Parlament

Psychotherapie soll ab 2022 erstattet werden

Materialmangel und fehlendes Personal beschäftigen den Mittelstandsminister.
Foto: Guy Jallay
Politik 3 Min. 19.10.2021
Fragestunde im Parlament

Psychotherapie soll ab 2022 erstattet werden

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Exorbitante Baukosten, Psychotherapie, Untersuchungen von lizenzierten Sportlern und die Nordstad-Fusion waren Themen im Parlament.

Marc Spautz (CSV) befasste bei der Fragestunde am Dienstag  Mittelstandsminister Lex Delles (DP) mit dem Mangel an Baumaterial und qualifiziertem Baupersonal. „Um 28,5 Prozent sind die Wohnungskosten schon über die letzten drei Jahre gestiegen“, mahnte er. „Was plant der Mittelstandsminister national und europäisch, um die Preispolitik zu bremsen?“


Mit langen Wartezeiten ist zu rechnen
Materialmangel, viele Aufträge und wenig Fachpersonal verzögern so manches Projekt.

Delles erklärte, dass der durch die Pandemie bedingte Mangel an Baumaterial sich in den letzten Monaten zu einer Preisexplosion entwickelt hat. „Man bekommt wieder Material, muss aber mehr bezahlen, das ist ein internationales Phänomen.“ Bei der Preiserhöhung spiele aber eine Reihe an Gründen mit.

Bei Ausschreibungen von öffentlichen Bauten würden nun keine Strafen bei Verspätungen verhängt. Der Personalmangel sei nicht nur in der Baubranche zu spüren, sondern auch im Horeca-Sektor. Das Hohe Komitee der Klein- und Mittelbetriebe werde sich nun damit befassen. 

Mentale Probleme bei jungen Leuten erschreckend

Die Déi Lénk-Abgeordnete Nathalie Oberweis wollte wissen, wie der Stand der Verhandlungen mit den Psychotherapeuten ist, damit diese Angebote von der CNS erstattet werden. „Jeder Vierte leidet in seinem Leben einmal an einer mentalen Krankheit“, betonte sie. Vor allem junge Menschen seien betroffen. Nach einer Studie haben 15 Prozent von ihnen schon an Suizid gedacht und 7,7 Prozent einen Suizidversuch unternommen. 

„Das ist für mich eine Notfallsituation, die auf höchster Ebene angegangen werden muss. Die Psychotherapie könnte helfen“, appellierte sie und bekam auch Recht von Sozialminister Romain Schneider: „Es ist eine Notwendigkeit und die Regierung steht dazu, dass es so schnell wie möglich eingeführt werden muss. Ich kann mich aber in die Verhandlungen nicht einmischen.“ 


Burn ou, Depression, gestresster Geschäftsmann
Psychotherapeuten setzen Verhandlungen mit der CNS aus
Auf wesentliche Punkte geht die Gesundheitskasse nicht ein. "So können wir keine qualitative Arbeit leisten", sagt die Fapsylux.

Derzeit seien noch zwei Sitzungen zwischen der Fapsylux und der CNS geplant. „Bei den fünf Grundforderungen der Fapsylux wird jetzt der richtige Weg eingeschlagen. Ich hoffe, dass im November die Nomenklaturkommission mit den Akten befasst werden kann und parallel die Tarife festgelegt werden, damit ab Januar die Psychotherapie erstattet werden kann.“ 

Médico-sportif: Frist nochmals verlängert

Zu den pandemiebedingten Verspätungen bei den medizinischen Untersuchungen von lizenzierten Sportlern (Médico-sportif) wollte Sven Clement (Piraten) von Sportminister Dan Kersch (LSAP) wissen, wie mehr Ärzte gefunden werden können, damit es im kommenden Jahr nicht zu Schwierigkeiten kommt. 

Der bestätigte, dass zusätzlich durch die 50 Euro-Bon-Aktion noch eine ganze Reihe an neuen Lizenzen angefragt wurden. „Wir sind Opfer unseres Erfolgs. Ich habe den Föderationen mitgeteilt, dass es  sieben regionale Zentren und vier Arzt-Praxen gibt für die Médico-sportif. Es haben sich auch zwei Ärzte nach einem Aufruf bereit erklärt, nun die spezifische Ausbildung zum Sportarzt zu machen“, erklärte Kersch. 

Er habe eine weitere Verlängerung der Lizenzen veranlasst, appellierte aber auch an die Betroffenen, nicht bis zum letzten Moment zu warten, um einen Termin auszumachen.

Für CIS-Kaserne ein Grundstück gefunden


Zano begrüßt SNCA
In der Gewerbezone in Fridhaff entsteht ein neuer Standort der Société nationale de circulation automobile.

Der Ettelbrücker Bürgermeister Jean-Paul Schaaf (CSV), der an die Forderung vom März der fünf von der Nordstadfusion betroffenen Gemeinden von einem Subsid von 5.000 Euro pro Einwohner erinnerte, wurde von Innenministerin Taina Bofferding vertröstet. „Wir stehen weiter zum Nordstad-Projekt, müssen die Fusionszulage aber im Verhältnis mit anderen Fusionsgemeinden betrachten, die 2.200 Euro beziehungsweise 1.000 Euro pro Kopf bekommen.“

Sie stellte in Aussicht, dass neben Geld auch Sachleistungen fließen wie eine neue Kaserne für den Zivilschutz, für die ein Grundstück am Friedhaff gefunden wurde. „Es wird zeitnah eine Entscheidung über die finanzielle Unterstützung fallen und dann bekommen die Nordstad-Bürgermeister einen Termin bei mir.“

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