Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Projekt "SciTeach Center": Förderung des Forschergeists
Politik 21.01.2016

Projekt "SciTeach Center": Förderung des Forschergeists

Mit dem Projekt "SciTeach Center" will man das Interesse der Grundschüler an den Naturwissenschaften wecken und fördern.

Projekt "SciTeach Center": Förderung des Forschergeists

Mit dem Projekt "SciTeach Center" will man das Interesse der Grundschüler an den Naturwissenschaften wecken und fördern.
Foto: Lucien Wolff
Politik 21.01.2016

Projekt "SciTeach Center": Förderung des Forschergeists

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Mit einem neuen Projekt namens "SciTeach Center", das sich an Grundschullehrer richtet, will man den Forschergeist und das Interesse der Kinder an den Naturwissenschaften fördern. Am Donnerstag wurde das Projekt an der Universität in Belval vorgestellt.

(mig) - Zur Rentrée 2016/17 startet an der Universität in Belval ein Projekt mit dem Namen "SciTeach Center". Dabei handelt es sich um Aus- und Weiterbildungskurse für Lehramtsanwärter und Lehrer im Grundschulbereich. Ziel ist es, den Lehrern das nötige naturwissenschaftliche Wissen zu vermitteln und ihnen das notwendige didaktische Material zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Schülern einen anregenden naturwissenschaftlichen Unterricht anbieten können. Ziel ist es, das Interesse der Schüler an den Naturwissenschaften zu fördern und so den Stellenwert der Wissenschaften in der Gesellschaft zu stärken.

An diesem Projekt beteiligt sind die Universität Luxemburg, der Fonds national de la recherche (FNR), das Forschungs- und Hochschulministerium sowie das Script (Service de Coordination de la Recherche et de l'Innovation pédagogiques et technologiques) und das "Institut de formation de l'éducation nationale" (Ifen), das für die Lehreraus- und Weiterbildung zuständig ist. Am Donnerstag wurde in Anwesenheit des delegierten Hochschulministers Marc Hansen der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Schaffung eines Ressourcen-Zentrums

Beheimatet ist das Projekt in der Maison du Savoir, wo derzeit ein Ressourcen-Zentrum entsteht, das die Kurse und die Unterrichtsmaterialien anbietet.  

Luxemburg habe bereits viel in die Forschung investiert. Nun gehe es darum, die zukünftigen Generationen mit auf den Weg in eine Wissensgesellschaft zu nehmen, sagte FNR-Generalsekretär Marc Schiltz.

Der Forschungsfonds unterstützt bereits heute einzelne schulische Initiativen. Durch die systematische Aus- und Weiterbildung von Lehramtsstudenten und Lehrern strebt der FNR einen größeren Impakt an.

Federführend bei der Entwicklung der Kurse ist die Uni Luxemburg aufgrund ihres Know-hows in den Bereichen Naturwissenschaften und Lehrerausbildung.

Marc Hansen erhofft sich vom Projekt, dass mehr Schüler sich für einen Beruf im Wissenschafts- und Forschungsbereich entscheiden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lehrer verzweifelt gesucht
Die Uni Luxemburg nahm im Herbst so viele Lehramtsstudenten mit Defiziten auf wie nie zuvor. Auf Nachfrage gab die Uni erstmals Statistiken zur Lehrerausbildung heraus. Sie geben Anlass zur Sorge.
Erziehungsministerium: Schluss mit Reformen
Mit seinem Arbeitseifer hat Bildungsminister Claude Meisch viele Lehrer zur Verzweiflung gebracht. Nun soll es etwas gemächlicher zugehen. Die aktuelle Legislatur steht im Zeichen der Konsolidierung und Anpassung der Reformen.
Prüfung Schule
Das Wichtigste fehlt
„Das Land braucht gute Lehrer, die guten Unterricht machen, damit die Kinder gute Perspektiven haben."
Der Lehrermangel macht dem Bildungsministerium schwer zu schaffen.
Lehrernotstand im Fondamental: Von Stand- und Überholspuren
Wenn alles klappt, werden bald Lehrer rekrutiert, die kein Lehrerdiplom haben. Das Referendariat wird auf zwei Jahre gekürzt. Kandidaten mit Diplom, aber sprachlichen Defiziten, werden unterstützt, damit sie es dennoch schaffen. Das gefällt nicht jedem.
Der Lehrernotstand im Fondamental zwang das Bildungsministerium zum Handeln.
Zentrum für Schulentwicklung: Keine eigenen Süppchen mehr
Bildungsminister Claude Meisch ist es Leid, dass im Bildungsbereich viele verschiedene Süppchen gekocht werden, sei es in Bezug auf die Aus- und Weiterbildung, die Schulprogramme oder die Schulbücher. Er will für mehr Kohärenz sorgen, mit einem Zentrum für Schulentwicklung.
Das Zentrum für Schulentwicklung wird in dem Maison des Sciences Humaines auf dem Campus Belval angesiedelt sein.
Institut de formation de l'Education nationale: In den Startlöchern
Die geisteswissenschaftliche Fakultät der Uni Luxemburg ist nach Belval umgezogen. Die Räumlichkeiten in Walferdingen werden nun vom Ifen belegt, dem neuen Aus- und Weiterbildungszentrum für Lehrer, Erzieher und psychosoziale Fachkräfte. Im September übernimmt das neue Institut, das noch keinen Direktor hat, zunächst die Ausbildung der Stagiaires im Secondaire.
Im September übernimmt das Ifen mit Sitz in Walferdingen die Ausbildung der Referendare im Secondaire.