PricewaterhouseCoopers: Betriebsbesteuerung muss gesenkt werden
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Eine Senkung der Betriebsbesteuerung würde es Luxemburg ermöglichen wettbewerbsfähig zu bleiben, heißt es in dem Gutachten von PricewaterhouseCoopers.
Die Auditfirma PwC rät Luxemburg, die Betriebsbesteuerung von 29 auf 16 oder 17 Prozent zu reduzieren. Nur so könne das Land im Vergleich mit anderen Finanzplätzen wettbewerbsfähig bleiben.
PricewaterhouseCoopers: Betriebsbesteuerung muss gesenkt werden
Die Auditfirma PwC rät Luxemburg, die Betriebsbesteuerung von 29 auf 16 oder 17 Prozent zu reduzieren. Nur so könne das Land im Vergleich mit anderen Finanzplätzen wettbewerbsfähig bleiben.
(ml) - Bei der Wettbewerbsfähigkeit seiner Volkswirtschaft schneidet Luxemburg gut ab. Im neuen Ranking des Weltwirtschaftsforums landet das Großherzogtum an 19. Stelle. Damit sind wir zwar noch weit entfernt von Deutschland, das an fünfter Stelle liegt, obwohl es einen Platz eingebüßt hat. Die Handelskammer zeigt sich dennoch zufrieden über das Resultat und spricht in einer Pressemitteilung von einer Situation, die Mut mache.
Erst kürzlich ließ Finanzminister Pierre Gramegna verlauten, der Finanzplatz Luxemburg sei bei guter Gesundheit. 150 Banken sind derzeit in Luxemburg ansässig. Dennoch steht unser Bankenplatz in harter Konkurrenz mit anderen Finanzplätzen der Welt. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen die für September angekündigten OECD-Regeln gegen die Steueroptimierung für multinationale Konzerne für Luxemburg haben werden.
Um nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, rät PricewaterhouseCoopers Luxemburg in einem Gutachten, die Betriebsbesteuerung von 29 Prozent auf 16 oder 17 Prozent drastisch zu senken, meldet am DonnerstagRadio 100,7. Wichtig sei es jedoch dafür zu sorgen, dass der Staatshaushalt dadurch nicht belastest wird, heißt es in dem Gutachten des Auditunternehmens.
Diesen Spagat zu schaffen, wird keine einfache Angelegenheit sein. Eine Option sei, dass Betriebe in Luxemburg künftig weniger von den Steuern absetzen könnten als bisher, heißt es in dem Bericht von PwC. Ob eine substanzielle Senkung der Betriebsbesteuerung in Luxemburg überhaupt politisch umzusetzen ist, sei fraglich, meint ein Experte von PwC im Interview mit Radio 100,7. Er könne verstehen, dass eine derartige Maßnahme nicht bei jedem auf fruchtbaren Boden stoßen würde. Kritiker müssten sich allerdings im Klaren sein, dass es "ein soziales Paradies auf einem wirtschaftlichen Friedhof nicht gibt", so der Experte.
Für eine erfolgreiche Wirtschaft ist es wichtig, Talente anzuziehen und zu halten. Luxemburg erreicht Platz 7 in einem entsprechenden Index, verliert aber an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Jahren zuvor.
Das Beratungsunternehmen PwC kritisiert die Steuerreform der Regierung, die in ihren Augen nicht weit genug geht. Die Experten schlagen Maßnahmen vor, wie Luxemburg wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig sein Image verbessern könnte.
Der Kampf gegen die Steuervermeidung internationaler Konzerne bringt zahlreiche neue internationale Regeln mit sich. Deren Auswirkungen und die Besonderheiten der Luxemburger Steuerlandschaft machen die kommende Steuerreform zu einem risikoreichen Unterfangen.
Die perfekt orchestrierten "Luxemburg Leaks" haben das Land aufgeschreckt. Auf der einen Seite gibt es die Wut, dass wieder einmal Luxemburg, und nur Luxemburg, an den Pranger gestellt wird. Auf der anderen Seite steht die Angst, dass bislang üppig sprudelnde Geldquellen versiegen können. Die Einnahmen sind nämlich schon verplant. Luxemburg hat sich von ihnen abhängig gemacht.
Die Unternehmensberatung PwC Luxembourg reagiert auf die LuxLeaks-Enthüllungen: Sie habe ihren Kunden Ratschläge erteilt, die das geltende Recht respektieren. Die nun veröffentlichten Unterlagen stammten wahrscheinlich aus dem eigenen Haus.
Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz versuchte die Regierung am Donnerstagvormittag, die wachsende internationale Kritik gegen Luxemburg zu entkräften. Die geheimen Steuerabkommen seien nicht illegal, sagte Bettel. Der Finanzausschuss wird sich am Freitag in Anwesenheit von Finanzminister Gramegna mit den Enthüllungen befassen.
In einem Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ und zwei anderen europäischen Zeitungen erklärt Michel Barnier, der EU-Chefunterhändler für den Brexit, warum die Frage der irischen Grenze so wichtig ist.
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