Präsident Marcelo Rebelo de Sousa auf Staatsvisite: Portugiesen und Luxemburger als Weltveränderer
Gemeinsame Projekte und Träume vereinen die Menschen und Kulturen, so der Leitfaden des Staatsbesuchs des portugiesischen Präsidenten in Luxemburg.

Präsident Marcelo Rebelo de Sousa auf Staatsvisite: Portugiesen und Luxemburger als Weltveränderer

Foto: Laurent Blum
Gemeinsame Projekte und Träume vereinen die Menschen und Kulturen, so der Leitfaden des Staatsbesuchs des portugiesischen Präsidenten in Luxemburg.
Politik 724.05.2017

Präsident Marcelo Rebelo de Sousa auf Staatsvisite: Portugiesen und Luxemburger als Weltveränderer

Bérengère Beffort

Während Portugal mit Seefahrern und Entdeckern Geschichte geschrieben hat, greift Luxemburg nach den Sternen. Auf der Staatsvisite warben Präsident Rebelo de Sousa und Premier Bettel für Innovation und Gemeinschaftsgeist.

(BB) -  Was braucht es um Völker zu vereinen? "Leidenschaft", sagt Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Und innovative Projekte, und Gemeinschaftsgeist, fügt er noch an. Am zweiten Tag der Staatsvisite in Luxemburg besichtigte der portugiesische Staatschefs ein paar herausragende Wirtschaftsstandorte Luxemburg. Da wäre der Satellitenbetreiber SES in Betzdorf, sowie ein Datazenter. Stolz präsentierte Luxemburg auch seine Forschungs- und Lehranstalt in Belval: die Uni Luxemburg.

"Ich stelle fest: Dort wo exzellente Projekte gedeihen, sind auch Portugiesen daran beteiligt", scherzte Marcelo Rebelo de Sousa augenzwinkernd. Zuvor hatte sich der Präsident mit 14 portugiesischen Mitarbeitern von SES unterhalten und einen Einblick ins Kontrollzentrum des Unternehmens erhalten.

Mit Witz und Charme lenkte Rebelo de Sousa die Diskussion auf die engen Beziehungen zwischen Luxemburg und Portugal. Dabei deutete er an, wie beide Länder mit gemeinsamen Zukunftsprojekten näher zusammenrücken können. Sei es im Space mining oder in Verteidigungsprojekten ...

Verbündete für die EU

Doch nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene werden Pläne geschmiedet, auch politisch präsentierten sich Luxemburg und Lissabon als Verbündete. Besonders wenn es darum geht, die Europäische Union und ihre Werte zu verteidigen.

"Mit Technokratie kann man die Leute nicht für die EU mobilisieren. Wir müssen die Menschen wieder Stück für Stück vom Freiheits-, Demokratie-, und Friedensprojekt überzeugen", so der portugiesische Präsident auf der gemeinsamen Konferenz mit Xavier Bettel in Bourglinster.

"Die soziale Komponente darf nicht zu kurz kommen", sagte auch Premier Xavier Bettel. Dabei knüpfte er an das Miteinander verschiedener Kulturen in Luxemburg an. Rund jeder Fünfte Einwohner hat portugiesische Wurzeln. Dass man zusammen vieles erreichen kann, galt so als zentrale Botschaft der Visite.

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