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Populismus oder Sorge um den "Kleeschen"?: Kontroverse um CSV-Parteichef Marc Spautz
Politik 05.12.2016

Populismus oder Sorge um den "Kleeschen"?: Kontroverse um CSV-Parteichef Marc Spautz

Es ist nicht das erste Mal, dass CSV-Parteipräsident Marc Spautz in den sozialen Medien für kontroverse Diskussionen sorgt.

Populismus oder Sorge um den "Kleeschen"?: Kontroverse um CSV-Parteichef Marc Spautz

Es ist nicht das erste Mal, dass CSV-Parteipräsident Marc Spautz in den sozialen Medien für kontroverse Diskussionen sorgt.
Foto: Lex Kleren
Politik 05.12.2016

Populismus oder Sorge um den "Kleeschen"?: Kontroverse um CSV-Parteichef Marc Spautz

Christoph BUMB
Christoph BUMB
Ein Beitrag auf Facebook und viele kontroverse Reaktionen: CSV-Parteichef Marc Spautz hat am Wochenende für einen regelrechten "Shitstorm" gesorgt. Dabei geht es eigentlich nur um den guten, alten "Kleeschen" ...

(CBu) - "Méi Réckgrat an Iwwerzeegungskraaft!" - Unter diesem Titel veröffentlichte CSV-Parteichef Marc Spautz am Wochenende einen Beitrag auf Facebook, in dem er vor einer antichristlichen Tendenz in der luxemburgischen Gesellschaft warnt. Gleich zu Beginn seines Beitrags behauptet Spautz, dass es in verschiedenen Schulen "kee Kleesche méi" geben würde und auch keine "Kleesercherslidde" erlaubt seien.

Im Wortlaut: "A verschiddene Schoulen gëtt et kee Kleesche méi a Kleesercherslidder si net erlaabt. Och fir Chrëschtdag ass et ähnlech. Näischt méi däerf mat Chrëschtdag verbonne ginn: keng Krëppchen, keng Dekoratioun mat chrëschtleche Symboler. Ass dat nach normal?"

Foto: Screenshot

Konkrete Beispiele für seine Behauptung, wonach der Weihnachtsmann bzw. der heilige Nikolaus aus "verschiedenen Schulen" verbannt worden sei, liefert der Autor nicht. Stattdessen stellt er seine Äußerung in den Kontext der Debatte um eine Trennung von Kirche und Staat und eines vermeintlichen europaweiten Trends der Infragestellung von "unserer Geschichte, unserer Kultur und unseren Traditionen".

Die Äußerungen des Parteivorsitzenden der Christsozialen, der nicht zum ersten Mal ausführlichere Meinungsbeiträge auf Facebook veröffentlicht, wurden mit gemischten Gefühlen beantwortet. Manche User stimmten Spautz spontan und mit teils sehr emotionalen Unterstützungsposts zu. Andere kritisierten den CSV-Politiker dagegen als "Populisten", der durch unverantwortliche und haltlose Verallgemeinerungen Stimmung machen wolle.

In der politischen Welt wurden die Äußerungen zum bedrohten "Kleeschen" zum Teil auch mit viel Humor aufgenommen und mehrfach kommentiert. So etwa von Bildungsminister Claude Meisch (DP) auf Twitter:

Marc Spautz hat sich selbst mittlerweile zu seinen Beweggründen und zu den Reaktionen geäußert: "Unter Populismus verstehe ich etwas anderes"

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