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Polizeieinheit in Bus und Bahn: Syprolux: "Wir brauchen Verstärkung"
Zusätzliche Sicherheitsvorkehrung: Bereits 1.955 Kameras überwachen den Bus- und Bahnverkehr. Künftig könnte auch eine spezielle Polizeieinheit im Einsatz sein.

Polizeieinheit in Bus und Bahn: Syprolux: "Wir brauchen Verstärkung"

Lex Kleren
Zusätzliche Sicherheitsvorkehrung: Bereits 1.955 Kameras überwachen den Bus- und Bahnverkehr. Künftig könnte auch eine spezielle Polizeieinheit im Einsatz sein.
Politik 16.09.2015

Polizeieinheit in Bus und Bahn: Syprolux: "Wir brauchen Verstärkung"

"Wir wollen keine Sheriffs in den Zügen, aber wir brauchen eine externe Verstärkung", so Syprolux-Generalsekretärin Mylène Wagner. Die Transportgewerkschaft fordert eine eigene Polizeieinheit im öffentlichen Nahverkehr. Bald könnte die langjährige Erwartung erfüllt werden.

(BB) -  Die Transportgewerkschaft Syprolux ist guter Hoffnung, dass eine ihrer langjährigen Forderung für mehr Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr bald in Erfüllung geht. Vor ein paar Wochen hat sich Ressortminister François Bausch für eine eigene Polizeieinheit im öffentlichen Transport ausgesprochen.

Der Minister wolle sich nun im Herbst mit seinem Regierungskollegen für innere Sicherheit, Etienne Schneider, besprechen. Weitere Diskussionen mit allen Akteuren aus dem Transportsektor könnten dann Anfang 2016 folgen, erklärten am Mittwoch  die Arbeitnehmervertreter. 

Polizisten für eine sichere Fahrt

Angedacht sei, zunächst 12 ausgebildete Polizisten in den Zügen, Bussen und Bahnhöfen einzusetzen. „Eine Spezialeinheit kann im Ernstfall schneller eingreifen und hätte weitreichendere Befugnisse als das Zugpersonal. Wir wollen keine Sheriffs aber wir brauchen eine externe Verstärkung, weil die Sicherheitsvorfälle seit mehreren Jahren auf hohem Niveau anhalten“, so Syprolux-Generalsekretärin Mylène Wagner.

Wie die Gewerkschaft berichtete, wurden im Jahr 2014 insgesamt 665 Vorfälle gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 20 Prozent.

Die Gewerkschaft fordert denn auch schnellere Gerichtsverfahren, um Opfer nicht weiter mit langen Prozessen zu belasteten.

Im Bussektor warnt der Syprolux davor, von Tachographen für kurze Strecken unter 50 Kilometer abzusehen. Die Kontrollgeräte seien ein probates Mittel gegen unrechtmäßige Fahrzeitverlängerungen und sollten im Sinn der Fahrer, Passagiere und Dienstleister erhalten bleiben. Der Gewerkschaft zufolge haben private Betreiber angedeutet, auf eine Ausnahmeregelung zurückgreifen und die Geräte nicht zwingend einsetzen zu wollen. 

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