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Politmonitor zur Steuerpolitik: Das ungerechte Verhältnis
Politik 11.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Politmonitor zur Steuerpolitik: Das ungerechte Verhältnis

Status quo: Jeder vierte Bürger erwartet sich, dass die Reform seine Lage nicht verändert.

Politmonitor zur Steuerpolitik: Das ungerechte Verhältnis

Status quo: Jeder vierte Bürger erwartet sich, dass die Reform seine Lage nicht verändert.
TEDDY JAANS
Politik 11.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Politmonitor zur Steuerpolitik: Das ungerechte Verhältnis

Noch hält sich die Regierung bedeckt im Dossier Steuerreform. Die Bürger liefern im Politmonitor nur bedingt Hilfestellung für Blau-Rot-Grün. In einem Punkt sind ihre Aussagen jedoch unmissverständlich.

(mas) - Das Ergebnis ist eindeutig: Die Hälfte der befragten Bürger, Ausländer wie Luxemburger, sind der Ansicht, dass das Verhältnis der Besteuerung zwischen Bürgern und Betrieben ungerecht ist. Lediglich 18 Prozent empfinden das Verhältnis als gerecht. Dabei geben 40 Prozent an, dass die Bürger zu stark belastet werden, neun Prozent ist die Belastung der Betriebe zu hoch.

Während jeder Vierte angibt, nicht zu wissen, wie ein ausgewogenes Verhältnis aussehen könnte, sagen 28 Prozent, dass eine 50:50-Quote zwischen Bürgern und Betrieben gerecht ist.

Ihre jetzige Steuerlast erachten 35 Prozent der Befragten als korrekt, 33 Prozent ist ihre Besteuerung "leicht zu hoch" und 23 Prozent geben an, dass ihre Belastung "viel zu hoch" ist.

Die von Blau-Rot-Grün angedachte Steuerreform erfüllt für 26 Prozent der befragten Bürger die Erwartungen, wenn sich an ihrer Besteuerung nichts ändert. 38 Prozent hoffen auf eine "geringe" Steuererleichterung, 15 Prozent auf eine "starke" Erleichterung.

Auffallen tut der beachtliche Anteil an Nicht-Aussagen. 14 Prozent der Befragten geben beispielsweise an, nicht über den Höchststeuersatz urteilen zu können, acht Prozent können mit dem "Mëttelstandsbockel" nichts anfangen, und 14 Prozent können ihre Erwartungen an die Steuerreform nicht festlegen.

Für den Politmonitor hat TNS-Ilres im Auftrag von Luxemburger Wort und RTL 1020 Bürger über 18 Jahre befragt.

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