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Herbe Verluste für DP und LSAP
Politik 3 Min. 10.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Politmonitor Januar 2017 - Sonntagsfrage

Herbe Verluste für DP und LSAP

Die Partei von Premier Xavier Bettel (DP) und die von Vizepremier Etienne Schneider (LSAP) lassen bei der Sonntagsfrage Federn. Einzig die Partei von Justizminister Felix Braz (déi Gréng) kann ihre Sitze behalten (v.l.n.r.).
Politmonitor Januar 2017 - Sonntagsfrage

Herbe Verluste für DP und LSAP

Die Partei von Premier Xavier Bettel (DP) und die von Vizepremier Etienne Schneider (LSAP) lassen bei der Sonntagsfrage Federn. Einzig die Partei von Justizminister Felix Braz (déi Gréng) kann ihre Sitze behalten (v.l.n.r.).
Foto: Gerry Huberty
Politik 3 Min. 10.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Politmonitor Januar 2017 - Sonntagsfrage

Herbe Verluste für DP und LSAP

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Wären am Sonntag Wahlen, würden die Liberalen und die Sozialisten in den Wahlbezirken Osten und Norden jeweils einen Sitz an die CSV verlieren. Das ergab die Sonntagsfrage von TNS Ilres im Auftrag von "Luxemburger Wort" und RTL.

(mig) - Wenn am Sonntag Wahlen wären, müssten die Liberalen und die Sozialisten im Vergleich zum Wahljahr 2013 in den Bezirken Osten und Norden jeweils einen Sitz an die CSV abgeben. Damit hätten die drei Regierungsparteien in beiden Bezirken noch zusammen sieben Mandate (heute neun).

Die CSV käme auf neun Sitze (heute sieben), also zwei mehr als Blau, Rot und Grün zusammen. Das ergab die erste Ausgabe der Sonntagsfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Ilres im Auftrag des "Luxemburger Wort" und RTL durchgeführt hat. Einzig die Grünen können in beiden Bezirken ihren jeweiligen Sitz behalten. Sie gewinnen sogar Prozentpunkte dazu.

DP großer Verlierer im Osten

Die DP muss im Osten massive Verluste hinnehmen. Haben bei den Wahlen im Jahr 2013 noch 18,6 Prozent der Wähler den Liberalen ihr Vertrauen ausgesprochen, so sind es jetzt nur noch 13 Prozent. Die DP verliert ihren zweiten Sitz an die CSV, die auf vier Sitze und 40 Prozent Zustimmung (+ 3,1 Prozent) kommt.

Von den Regierungsparteien können einzig die Grünen Prozente (+ 1,1 Prozent) dazugewinnen. 14,2 Prozent der Wähler würden den Grünen ihre Stimme geben. Bei der LSAP hält sich der Vertrauensverlust in Grenzen. Die Sozialisten rutschen von 14,6 auf 14,4 Prozent Zustimmung. An der Sitzverteilung ändert sich nichts. Die Grünen und die LSAP bleiben bei je einem Sitz im Osten.

LSAP großer Verlierer im Norden

Im Norden fallen die Liberalen von 23,7 auf 16,3 Prozent (- 7,4 Prozent), sie erhalten einen Restsitz und bleiben so bei ihren zwei Mandaten. Die Grünen legen auch im Norden zu (+ 0,8 Prozent) und behalten ihren einzigen Sitz. Jeder zehnte Wähler (9,8 Prozent) spricht den Grünen sein Vertrauen aus.

Großer Verlierer im Norden ist die LSAP (-3,2 Prozent). Nur noch 14 Prozent der Wähler würden den Sozialisten ihre Stimme geben. Sie verlieren ihren zweiten Sitz an die CSV. Die Christlich-Sozialen kommen auf 40,9 Prozent Zustimmung (+7,2 Prozent) und fünf Sitze.

Kleine Oppositionsparteien legen zu

ADR und déi Lénk verbuchen in beiden Bezirken Gewinne. Im Osten steigt die ADR von 8,7 auf 9,3 Prozent, déi Lénk von 3,1 auf 5,1 Prozent. Auch im Norden können die Linken zwei Prozentpunkte gutmachen und kommen auf 4,6 Prozent Zustimmung. Die ADR legt um 1,7 Prozentpunkte zu und kommt auf 8,1 Prozent.

KPL, Piratepartei und PID

Auch die nicht im Parlament vertretenen Parteien KPL, Piratepartei und PID müssen Federn lassen. Die KPL ist im Osten dabei, von der Bildfläche zu verschwinden. Sie sinkt von 0,8 auf 0,2 Prozent Zustimmung, die Piratepartei bleibt quasi unverändert bei 2,6 Prozent. Die PID, von der man seit den Wahlen 2013 nichts mehr gehört hat, sinkt im Osten auf unbedeutende 1,2 Prozent. Im Norden sinken die Werte der drei Parteien um 0,3 bis 0,5 Prozent. Die KPL kommt noch auf 0,4 Prozent Zustimmung, die Piratepartei auf 3,1 und die PID auf 2,8 Prozentpunkte.

Die Ergebnisse für den Bezirk Zentrum werden am Mittwoch, die für den Bezirk Süden am Donnerstag um jeweils 18 Uhr veröffentlicht.

Wie die Sonntagsfrage zustande kam

Die Umfrage zur Wahlabsicht ist über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolgt, belegt demnach eher einen längerfristigen Stimmungstrend, als die kurzfristige, ereignisgetriebene Stimmungslage. Befragt wurden 4.078 wahlberechtigte Personen in den vier Wahlbezirken (1.182 im Zentrum, 1.542 im Süden, 742 im Norden und 612 im Osten) zwischen Ende Juni und Anfang Dezember 2016.

Die Auswertung der Daten wurde von Dr. Fritz Krauß durchgeführt. Hierbei wurden die Rückerinnerung (Welcher Partei haben Sie 2013 am meisten Stimmen gegeben?) und die Wahlabsicht (Wenn am Sonntag Wahlen wären, welcher Partei würden Sie am meisten Stimmen geben?) der Befragten sowie das letzte Wahlergebnis berücksichtigt. Die Angaben zur Methodologie wurden bei der ALIA (alia.lu) hinterlegt.




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