Politische Jugendorganisationen

"Schluss mit der Flüchtlingstragödie"

Die Jugendorganisationen nehmen Luxemburg bei der Flüchtlingsproblematik in die Verantwortung.
Die Jugendorganisationen nehmen Luxemburg bei der Flüchtlingsproblematik in die Verantwortung.
Foto: REUTERS

(ml) - Die CSJ, Déi Jonk Gréng, die JDL sowie Déi Jonk Lénk, die Jungpiraten und die JSL zeigen sich in einem gemeinsamen Presseschreiben besorgt über die jüngste Entwicklung des Flüchtlingsdramas in Europa. Die politischen Jugendorganisationen rufen die nationale Politik und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, endlich zu handeln, um die Tragödie zu beenden.

Luxemburg stehe im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft in der Verantwortung, so die Jugendorganisationen. Sie forderen konkrete Ergebnisse bei der Flüchtlings- und Asylpolitik. Auf europäischer Ebene müsse eine kohärente und nachhaltige gemeinsame Strategie ausgehandelt werden, um der humanitären Krise entgegenzutreten.

Die luxemburgischen Jugendorganisationen rufen außerdem ihre ausländischen Partnerorganisationen dazu auf, sich dem Appell an die europäischen Politiker anzuschließen. "Europa muss ein Zeichen der Menschlichkeit setzen(...) Wir wollen nicht weiter zusehen, wie Woche für Woche Menschen ertrinken, verdursten, ersticken oder ermordet werden, in der Hoffnung auf lebensnotwendige Unterstützung", heißt es in dem Schreiben.

Bereits jetzt stehen die luxemburgischen Jugendorganisationen in Kontakt mit den Jungliberalen aus Deutschland und den Jungdemokraten aus Frankreich. Andere sollen in den kommenden Tagen hinzustoßen. In den kommenden Wochen sind weitere Aktionen geplant.

Am 14. September beraten die europäischen Innen- und Justizminister in Brüssel über die Flüchtlingsproblematik. Bereits am Montag trat Außenminister Jean Asselborn auf einer Pressekonferenz für europäische statt nationale Lösungen ein. Innenminister Dan Kersch stellte unterdessen auf seiner Facebook-Seite jene Menschen an den Pranger, die im Internet Hasstiraden gegen Flüchtlinge hemmungslos verbreiten.