Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Planning Familial : Zahl der Abtreibungen nimmt zu
Politik 02.06.2015

Planning Familial : Zahl der Abtreibungen nimmt zu

Im vergangenen Jahr gab es 55 mehr medikamentöse Abtreibungen als 2013.

Planning Familial : Zahl der Abtreibungen nimmt zu

Im vergangenen Jahr gab es 55 mehr medikamentöse Abtreibungen als 2013.
Foto: Shutterstock
Politik 02.06.2015

Planning Familial : Zahl der Abtreibungen nimmt zu

2014 begleitete das Planning familial 655 medikamentöse Abtreibungen, im Jahr zuvor waren es 45 weniger. Die Zahl der Frauen, die auf die Pille danach zurückgreifen, um eine Schwangerschaft zu verhindern, nimmt zu.

(ml) - Im Dezember vergangenen Jahres wurde die Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch erneut angepasst. Die Reform enthält zwei große Neuerungen: Die Abtreibung wird bis zur zwölften Woche entkriminalisiert. Luxemburg erhielt somit eine reine Fristenlösung. Außerdem wurde die obligatorische zweite psycho-soziale Beratung der Frau abgeschafft.

Diese Änderungen haben dazu geführt, dass die Aktivitäten von Planning familial gestiegen sind, berichtet "L'Essentiel" und beruft sich dabei auf den Jahresbericht 2014, der am Montag im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt wurde. Tatsache ist, dass immer mehr Frauen die Pille danach nehmen, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Die jüngste Frau war 14 Jahre jung

Im vergangenen Jahr hat die Organisation 655 medikamentöse Abtreibungen begleitet. 2013 waren es 610, 2008 lediglich 150. Die jüngste Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch vollzog, war gerade mal 14 Jahre jung, die älteste 46 Jahre alt.

Das Planning familial zählt drei Beratungszentren (Luxemburg-Stadt, Esch/Alzette und Ettelbrück) und beschäftigt derzeit 15 Vollzeitmitarbeiter. Im vergangenen Jahr führte die Organisation mehr als 14.000 Beratungsgespräche. Dies entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent im Vergleich zu 2013.

Auch bei den Anfragen ist ein starker Zuwachs von 16 Prozent binnen einem Jahr festzustellen. Für die kommenden Monate hat sich das Planning Familial neue Ziele gesetzt. Die Organisation spricht sich u. a. dafür aus, dass die Kosten für Verhütungsmittel zurückerstattet werden.