Petition 922 zum "Tiers payant"

Anhörung im Parlament erfolgt Ende Februar

Noch steht nicht fest, ob der "Tiers payant" beim Arzt auch umgesetzt wird. Allerdings wird sich das Parlament nun Ende Februar in einer Anhörung mit dem Thema befassen.
Noch steht nicht fest, ob der "Tiers payant" beim Arzt auch umgesetzt wird. Allerdings wird sich das Parlament nun Ende Februar in einer Anhörung mit dem Thema befassen.
Serge Waldbillig

(ham/BB) - Beim Arztbesuch weniger zahlen: Das Thema stößt bei der Luxemburger Bevölkerung definitiv auf reges Interesse. Innerhalb ein paar Tagen hat eine entsprechende Petition auf der Internetseite des Parlaments das Quorum von 4.500 Unterschriften erreicht. Bislang haben sich mehr als 6.500 Personen für einen allgemein gültigen "Tiers payant" bei Arztbesuchen ausgesprochen.

So hat es das Volksbegehren in Rekordzeit in die öffentliche Anhörung geschafft. Am 26. Februar werden sich die Abgeordneten sowie die zuständigen Minister für Soziales und für Gesundheit mit der Petition auseinandersetzen.

Ziel der öffentlichen Petition 922 ist es, den sogenannten "Tiers payant" für alle Patienten geltend zu machen. In anderen Worten: Patienten sollen kein Geld mehr vorstrecken müssen. Anstatt also die volle Rechnung zu begleichen und einen Teil von der Gesundheitskasse rückerstatten zu lassen, sollen die Betroffenen beim Arztebesuch nur noch ihren Anteil zahlen. Die CNS übernimmt sofort den größten Teil der Kosten.

In Luxemburg kenne man den "tiers payant" in den Apotheken oder beim Physiotherapeuten, schreibt die Urheberin der Petition in ihrem Antrag. In Frankreich hingegen gelte das Prinzip des Drittzahlers auch beim Arztbesuch. Das bedeute weniger Aufwand und weniger Papierkram, meint die Antragstellerin.

Die Petition 922 war am 8. Dezember dieses Jahres eingereicht und am 22. Dezember vom parlamentarischen Ausschuss frei geschaltet worden.