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Petition 725: 5.000 Personen gegen Luxemburgisch als Amtssprache
Politik 07.12.2016

Petition 725: 5.000 Personen gegen Luxemburgisch als Amtssprache

Die Eingabe 725 erreicht zwar das nötige Quorum, sie kann jedoch nicht an den Erfolg der Gegenpetition anknüpfen.

Petition 725: 5.000 Personen gegen Luxemburgisch als Amtssprache

Die Eingabe 725 erreicht zwar das nötige Quorum, sie kann jedoch nicht an den Erfolg der Gegenpetition anknüpfen.
Foto: Shutterstock
Politik 07.12.2016

Petition 725: 5.000 Personen gegen Luxemburgisch als Amtssprache

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die Frist zur Abstimmung der Petition 725 ist am Dienstagabend abgelaufen. 5.182 Menschen haben sich gegen die Einführung des Luxemburgischen als erste Amtssprache ausgesprochen. Die Gegenpetition erreichte das Dreifache an Unterschriften.

(ml) - In Luxemburg haben sich in der Debatte über den Stellenwert der luxemburgischen Sprache zwei Lager gebildet. Die kontrovers geführte Diskussion, die teilweise an einen Identitätskampf erinnerte, fand auch auf der Webseite des Parlaments statt.

Wochenlang haben dort zwei Petitionen um Stimmen gerungen. Eingabe 698, die die Einführung des Luxemburgischen als erste Amtssprache forderte, konnte 14.721 Unterschriften sammeln. Am Dienstag ist auch die Frist für die Gegenpetition 725 abgelaufen. Sie wurde von 5.182 Personen bei der Online-Abstimmung befürwortet. Bereits zwei Wochen vor dem festgelegten Stichdatum stand fest, dass sie das nötige Quorum von 4.500 Unterschriften erreichen werde, das für eine öffentliche Anhörung im Parlament nötig ist.

Anhörung am 16. Januar

Ende November hatte der zuständige Parlamentsausschuss beschlossen, dass die Autoren der beiden Petitionen am 16. Januar nacheinander ihr Anliegen im Plenum vortragen dürfen. Der Fall stellt ein Novum dar. Seit der Einführung der Petitionen hatten zuvor noch nie zwei Eingaben mit entgegengesetzten Forderungen das nötige Quorum geschafft.

Das Thema "Luxemburgisch als erste Amtssprache" sorgte unter anderem auch in den sozialen Netzwerken für reichlich Gesprächsstoff. Die Befürworter wollen die Landessprache verstärkt in den Vordergrund stellen. Die Gegner sind der Ansicht, dass Luxemburg angesichts seiner geographischen Lage die Trumpfkarte der Mehrsprachigkeit nicht aufs Spiel setzen dürfe.

Zehn Petitionen stehen zur Abstimmung

Derzeit kann auf der Internetseite des Parlaments über zehn Petitionen abgestimmt werden. Das Gesuch von Christopher Bach, das sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzt, erhält zurzeit mit knapp 1.000 Unterschriften am meisten Zuspruch. Das nötige Quorum zu erreichen dürfte dennoch schwierig werden, da die Frist am 27. Dezember abläuft. Die Petition 722, die den "Missbräuchen bei Verfahren über internationalen Schutz aus wirtschaftlichen Gründen" den Kampf ansagen möchte, wurde bislang von lediglich zwei Personen unterschrieben.

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