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Personalkarussell nimmt Fahrt auf
Politik 09.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Personalkarussell nimmt Fahrt auf

Wirtschaftsminister Etiene Schneider (l.) und Beschäftigungsminister Nicolas Schmit (r.) zeigen Interesse am Posten des EU-Kommissars.

Personalkarussell nimmt Fahrt auf

Wirtschaftsminister Etiene Schneider (l.) und Beschäftigungsminister Nicolas Schmit (r.) zeigen Interesse am Posten des EU-Kommissars.
Foto: Guy Jallay
Politik 09.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Personalkarussell nimmt Fahrt auf

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen bekunden Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Beschäftigungsminister Nicolas Schmit Interesse am Posten des EU-Kommissars.

In den ersten Wochen der Koalitionsverhandlungen waren die Mitglieder der Delegationen äußerst verschwiegen. Nun sickern aber immer mehr Details durch. Neben den Ministersesseln steht auch das Amt des künftigen EU-Kommissars zur Disposition. Dem Vernehmen nach geht der Posten an die LSAP. Im Gespräch sind gleich zwei Anwärter. Neben dem aktuellen Beschäftigungsminister Nicolas Schmit, der seit langem mit einem Job in Brüssel liebäugelt, wird auch Wirtschaftsminister und Vizepremier Etienne Schneider als möglicher Kandidat gehandelt.

Der LSAP-Spitzenkandidat ist innerhalb der Partei umstritten und hatte bei den Wahlen im Vergleich zu 2013 Stimmenverluste hinnehmen müssen. Der Wechsel von Schneider nach Brüssel würde dem linken Parteiflügel entgegen kommen. Allerdings wäre in dem Fall auch der Posten des Vizepremiers noch vakant.

Als ziemlich sicher gilt auch, dass es zu einer anderen Aufteilung der Ressorts kommen wird. So soll es kein eigenständiges Wohnungsbauministerium mehr geben, vielmehr soll das Logement an das Innenministerium angegliedert werden. Zuständig wäre dann Dan Kersch, der sein Ressort behalten soll und somit deutlich ausbauen könnte.

Im Nachhaltigkeitsministerium könnte es hingegen anders herum laufen: War die Umwelt bislang lediglich ein Teilressort des MDDI, so soll nun wieder ein eigenständiges Umweltministerium geschaffen werden mit Amtsinhaberin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) an der Spitze.

Ihr Parteikollege Claude Turmes, bislang Staatssekretär im Nachhaltigkeitsministerium, könnte indes die Bereiche Energie und Kreislaufwirtschaft übernehmen.

Da das Kabinett insgesamt kleiner ausfallen soll, dürfte es in der neuen Regierung keine Staatssekretäre mehr geben. Neben dem Staats- und dem Außenministerium, die beide nie zur Disposition standen, soll es auch im Bildungs- und im Familienressort nicht zu Änderungen kommen.


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