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Pause für Impfzentren ab dem 14. August
Politik 3 Min. 09.08.2021
Sommerpause

Pause für Impfzentren ab dem 14. August

In der LuxExpo in Kirchberg konnte das bestehende Team an Spitzentagen auf 100 Personen aufgestockt werden.
Sommerpause

Pause für Impfzentren ab dem 14. August

In der LuxExpo in Kirchberg konnte das bestehende Team an Spitzentagen auf 100 Personen aufgestockt werden.
Foto: Patrick Jacquemot
Politik 3 Min. 09.08.2021
Sommerpause

Pause für Impfzentren ab dem 14. August

Patrick JACQUEMOT
Patrick JACQUEMOT
Ab dem 14. August werden zunächst drei und dann ein viertes Impfzentrum in den Schlafmodus versetzt - wenn auch nur vorübergehend.

Derzeit bereitet sich Dr. Silvana Masi darauf vor, die Türen des Impfzentrums vorübergehend zu schließen. Denn sie ist die Leiterin am Standort in der LuxExpo im hauptstädtischen Viertel Kirchberg. „Wir könnten hier bis zu 8.000 Injektionen an einem Tag verabreichen. Aber es ist klar, dass die Halle, die der Impfung gegen das Virus gewidmet ist, weit davon entfernt ist, ein lebendiger Bienenstock zu sein. Und was in Kirchberg gilt, gilt auch in den anderen Impfzentren des Landes." Denn es sei normal, dass der größte Teil der Arbeit getan und die meisten Menschen, die zur Impfung eingeladen wurden, auch gekommen seien.


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Ab dem 14. August werden die Standorte Kirchberg, Ettelbrück und Mondorf in den Schlafmodus versetzt. Kein Abschluss, sondern eine Pause. Ab dem 21. August wird auch das in den Räumlichkeiten der Air Rescue in Findel untergebrachte Impfzentrum eine kurze Pause einlegen.

Von einem Stillstand des Gesundheitsministeriums kann jedoch keine Rede sein. "Es wird zum Beispiel nichts abgebaut. So kann das System seine Tätigkeit blitzschnell wieder aufnehmen, wenn es die gesundheitliche Situation erfordert", erklärt Masi. Die Leiterin, die bei der Eröffnung des Impfzentruns in Esch/Belval teilgenommen hat, fügt hinzu: „Die Impfkampagne wird nicht aufhören. Da die Zentren in der Victor-Hugo-Halle in der Hauptstadt und in Esch/Alzette - die beiden aktivsten - weiterhin in Betrieb sind, werden auch die mobilen Teams sowie die Krankenhäuser weiterhin Impfungen verabreichen - zudem wurde die Impfung auch auf andere Gesundheitsberufe übertragen.“

Denn parallel zu der Entscheidung, die vier der sechs Zentren in Bereitschaft zu versetzen, wurde beschlossen, die Allgemeinmediziner und Kinderärzte in die Impfungskampagnen miteinbeziehen. Ein zaghafter Start mit zunächst vier beteiligten Fachleuten, der aber schnell an Fahrt gewinnen wird. „Das System wird sich künftig auf 150 neue Ärzte stützen können“, so die Leiterin des Impfzentrums.

Auf diese Weise können nicht nur diejenigen, die in den letzten Wochen geimpft wurden, eine zweite Injektion erhalten, sondern auch diejenigen, die sich nur ungern impfen lassen, können zu der Immunisierung der Bevölkerung beitragen. Dies wird auch diejenigen ansprechen, die mehr Erklärungen benötigen, oder Patienten, die sich sicherer fühlen, wenn sie ihr übliches Pflegepersonal konsultieren", erklärt Masi.


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Im Rahmen der Impfkampagne, die Ende Dezember 2020 begann, sind die zwölf bis 99-Jährigen in die Zentren geströmt. Das Ergebnis ist, dass 363.000 Menschen in Luxemburg vollständig geimpft wurden, was die Auswirkungen der Epidemie erheblich verringern dürfte. „In der LuxExpo konnten wir bis zu 18 Impflinien gleichzeitig in Betrieb nehmen.“

Welche Lehren lassen sich aus der Massenimpfung ziehen? 

Dr. Masi zählt mehrere auf: "Die perfekte Verwaltung der manchmal ungewissen Anlieferung der Impfstoffe. Später hatten wir dann mehr Spielraum, so etwa im Frühjahr. Die Versorgung wurde konstanter und massiver und mit der Einführung des Impfstoffs von Johnson & Johnson mit seiner einmaligen Injektion änderte sich die Situation schlagartig."


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Aus Sicht des Gesundheitspersonals sei es in diesem Zusammenhang auch wichtig, die gute Kontrolle der einzelnen Dosis zu betonen. „Keine Verschwendung“ war nicht nur ein Gerücht. Jedes Zentrum tat sein Möglichstes, um die Mengen der erhaltenen Dosen so fein wie möglich zu steuern, damit kein einziger Tropfen verloren ging.

Auf dem Weg zur 3. Dosis?

Zu den Neuerungen bei der aktuellen Impfkampagne gehörte auch die Einbeziehung von Physiotherapeuten oder spezialisierten Krankenschwestern in den Kreis der Personen, die zur Verabreichung der Impfstoffe gegen das Corona-Virus berechtigt sind. „Dies hat es uns ermöglicht, auf mehr Menschen zurückzugreifen und somit die Verteilung der Dosen in einem kritischen Augenblick der Epidemie erheblich zu beschleunigen.“

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Aber Dr. Masi versichert dem „Luxemburger Wort„, dass die Impfstofflieferungen im Sommer fortgesetzt werden, auch wenn die Zentren eine Pause einlegen. Und wenn nötig, können alle pausierten Standorte “fast über Nacht" reaktiviert werden.

Aus dem Original-Artikel von wort.lu/fr übersetzt.

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