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Paulette Lenert: "Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik sind groß"
Politik 14.05.2019

Paulette Lenert: "Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik sind groß"

Paulette Lenert bei ihrer Regierungserklärung zur Kooperationspolitik in der Chamber.

Paulette Lenert: "Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik sind groß"

Paulette Lenert bei ihrer Regierungserklärung zur Kooperationspolitik in der Chamber.
Foto: Pierre Matgé
Politik 14.05.2019

Paulette Lenert: "Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik sind groß"

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Die Ministerin für Entwicklungsarbeit und humanitäre Angelegenheiten sprach am Dienstag zum ersten Mal vor den Abgeordneten in der Chamber.

Die Sitzung im Parlament begann um 14.30 Uhr. Sehen Sie die Rede von Paulette Lenert und die anschließende Debatte im Parlament weiter unten im Live-Stream.


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Paulette Lenert sprach gleich am Anfang ihrere Rede, von "gemischten Gefühlen". Zwar sei Luxemburg an zweiter Stelle der großzügigsten Geberländer, direkt hinter Schweden, und konnte seine Entwicklungshilfsmittel vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 von 401 Millionen Euro auf 420 Millionen Euro steigern, aber gleichzeitig konnten nicht alle gesteckten Ziele eingehalten werden.

Als Beispiel nannte die Ministerin die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen, die zum Ziel hatte, den weltweiten Anteil der Leute, die in extremer Armut leben, bis 2015 zu halbieren. Dies sei jedoch nur teilweise gelungen, selbst wenn die extreme Armut global gesehen bis zum Jahr 2015 auf 10 Prozent gesunken sei.  

420 Millionen Euro sei für ein kleines Land wie Luxemburg viel Geld, doch es liege auf der Hand, dass der Beitrag auf einer globalen Skala "bescheiden" sei. Sowohl die Herausforderungen als auch die Ambitionen der luxemburgischen Entwicklungspolitik seien groß, so Paulette Lenert am Dienstag in der Chamber.

  Ich bin der Meinung, dass es gerade deshalb eine Prinzipiensache für Luxemburg sein soll, als eines der reichsten Länder der Welt, Verantwortung zu übernehmen und sich als engagiertes und effizientes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft zu positionieren  

Paulette Lenert kündigte außerdem an, Ende Juni den alljährlichen Bericht zur Luxemburgischen Kooperation zu veröffentlichen, der eine detaillierte Aufschlüsselung zur luxemburgischen Entwicklungshilfe im Jahr 2018 geben wird. Im September wird die Ministerin nach Laos reisen, einem der Länder, mit dem Luxemburg entwicklungspolitisch zusammenarbeitet.

Paulette Lenert sprach am Dienstag ausführlich über die luxemburgische Entwicklungspolitik.
Paulette Lenert sprach am Dienstag ausführlich über die luxemburgische Entwicklungspolitik.
Foto: Pierre Matgé

Um effizient zu sein und einen konkreten Impakt zu haben, hat das Entwicklungsministerium seine Projekte über die letzten fünf Jahre sowohl geografisch als auch thematisch stark konzentriert. Laut Paulette Lenert ist die Liste der Prioritäten Partnerländer von zehn auf sieben geschrumpft. Der strategische Fokus liegt auf dem Kontinent Afrika, insbesondere der Sahel-Region.

Luxemburg ist keine Insel. Unser Leben ist eng verbunden mit dem von Menschen aus anderen Ländern und anderen Kontinenten.

Die prioritären Gebiete, in die das Entwicklungsministerium investiert, sind Bildung, Gesundheit, Chancengleichheit, Mikrofinanzierung, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit.


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