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Parteitag von Déi Gréng: Wenn junge Grüne vom Gemeinderat träumen
Am 8. Oktober geht Student Joël Back für Déi Gréng ins Rennen.

Parteitag von Déi Gréng: Wenn junge Grüne vom Gemeinderat träumen

Foto: Videobild Bérengère Beffort
Am 8. Oktober geht Student Joël Back für Déi Gréng ins Rennen.
Politik 3 2 Min. 13.05.2017

Parteitag von Déi Gréng: Wenn junge Grüne vom Gemeinderat träumen

Bérengère BEFFORT
Mit dem Slogan "Gréng wierkt" wollen Déi Gréng bei den Wahlen im Herbst punkten. Drei junge Kandidaten erzählen auf dem Parteitag am Samstag, wieso sie sich in einem Gemeinderat engagieren wollen.

Von Bérengère Beffort

 "Wir wollen nicht nur Zuschauer sein, sondern aktiv mitgestalten. Déi Gréng können sich politisch von anderen unterscheiden. Unsere Rezepte wirken", treibt  Parteipräsident Christian Kmiotek die Kandidaten zum Wahlkampf an. Am Samstagmorgen sind weit über Hundert Parteimitglieder zum Sonderkongress nach Differdingen gekommen. Doch nicht nur um das gemeinsame Wahlprogramm zu verabschieden, sondern auch um voneinander zu lernen.

Vier Stunden lang passieren Bürgermeister und Schöffen am Rednerpult, um ihre Erfahrungen der letzten sechs Jahre in der politischen Verantwortung zu schildern. Wie war das, als Déi Gréng im Schöffenrat in der Stadt Luxemburg neue Begegnungsräume für Einwohner in Brennpunkt-Vierteln schafften und somit zur Beruhigung beigetragen haben? Das erzählt zum Beispiel Parteimitglied Sam Tanson. Oder auch wie kreatives Denken im Zentrum "1535°" neues Leben in die Stahlarbeiterstadt Differdingen eingehaucht hat, weiß der Député-maire Roberto Traversini die Teilnehmer zu begeistern.

Traversini, Tanson, oder auch Henri Kox aus Remich - sie haben den Sprung von der lokalen Ebene bis in höhere politische Ämter geschafft. Sei es im Parlament oder im Staatsrat. Den Kandidaten soll das Gefühl vermittelt werden, dass sich die Partei als politisches Schwergewicht etabliert hat.

Ein Motto: "Gréng wierkt"

"Gréng wierkt", sagt Präsident Kmiotek und offenbart dabei auch das Wahlkampfmotto der Partei.

Etwas bewegen, mitwirken, Impulse setzen, das will auch der 17-jährige Liam Bremer, der zum ersten Mal bei den Wahlen antritt, wie er im "Wort"-Vidéo erzählt:

"Viele junge Menschen glauben, dass man politisch auf lokaler Ebene nicht viel machen kann. Das stimmt so nicht. Ich denke, dass wir, wenn wir handeln, etwas verändern können", ist sich der junge Mann sicher.

Gemeindepolitik für ein weltoffenes Bild

Sich für Toleranz und Solidarität einsetzen, und den Populisten die Stirn bieten, das erreicht man auch durch ein lokales Engagement", meint Polit-Routinier Camille Gira. Gerade wenn sich die Menschen wohlfühlen, wenn sie lokal Wurzeln schlagen können, dann würde ein starkes Miteinander und Zusammenleben ermöglicht. "Dann kommen Feindbilder nicht auf", so der aktuelle Staatssekretär.

Was Déi Gréng alles bewirken können, erzählt auch Joël Back. Er kandidiert erstmals in Petingen. Der Student ist voller Elan:

Zurzeit verfügen Déi Gréng über 77 Vertreter in den Gemeinderäten. 18 davon sind als Schöffe tätig. Drei haben das Amt des Bürgermeisters inne. Catia Fernandes, Sprecherin von Déi Jonk Gréng, hofft, sich bald an den Sitzungen eines Gemeinderats  beteiligen zu können.

Die junge Frau will besonders die Stimme der Jugend vertreten:

Bis zum Wahltag am 8. Oktober gilt es nun für die Kandidaten, die allgemeinen Parteivorsätze in den jeweiligen Gemeinden zu deklinieren.


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