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Papst Franziskus ernennt Generalvikar Leo Wagener zum Weihbischof
Politik 2 Min. 24.07.2019

Papst Franziskus ernennt Generalvikar Leo Wagener zum Weihbischof

Generalvikar Leo Wagener wurde von Papst Franziskus zum Weihbischof ernannt.

Papst Franziskus ernennt Generalvikar Leo Wagener zum Weihbischof

Generalvikar Leo Wagener wurde von Papst Franziskus zum Weihbischof ernannt.
Foto: Guy Jallay
Politik 2 Min. 24.07.2019

Papst Franziskus ernennt Generalvikar Leo Wagener zum Weihbischof

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Der Papst hat den Verwaltungschef des Erzbistums Luxemburg, Generalvikar Leo Wagener, zum Weihbischof ernannt.

In einer ersten Reaktion von Erzbischof Jean-Claude Hollerich heißt es: "Ich danke Papst Franziskus für diese Nominierung und beglückwünsche Leo Wagener von ganzem Herzen. Nehmen wir ihn in unsere Gebete auf".

Er habe den Papst aufgrund seines internationalen Engagements, das öftere Auslandsaufenthalte erfordere, angefragt, einen Weihbischof zu ernennen, um ihn bei seiner Amtsführung in Luxemburg zu unterstützen. Hollerich und Wagener waren, als der Vatikan die offizielle Botschaft am Mittwochmittag bekanntgab, in Lourdes, wo sie noch bis zum Wochenende Teil der 176-köpfigen diözesanen Wallfahrt sind.

Wann die Bischofsweihe für Wagener stattfindet, wird das Erzbistum am Dienstag bei einer Pressekonferenz mitteilen. Dann dürfte auch bekanntgegeben werden, ob er das neue Amt zusätzlich zu seinem bisherigen als Generalvikar ausüben oder ob es einen neuen Verwaltungschef für das Erzbistum geben wird.

Wagener wurde am 12. April 1962 in Ettelbrück geboren. Er trat 1982 dem Luxemburger Priesterseminar bei und studierte Philosophie und Theologie in Trier und Paris. 1987 machte er sein Diplom in Theologie, ein Jahr später wurde er vom damaligen Bischof Jean Hengen zum Priester geweiht. Nach einer Zeit als Kaplan in Diekirch war er zwischen 1988 und 1991 beigeordneter Nationalaumônier der Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer (JB&JW) und der Lëtzebuerger Landjugend (LJ). Von 1990 bis 2006 war er Pfarrer in Steinbrücken, von 1992 bis 2006 auch Diözesanjugendseelsorger. 2006 wechselte er als Pfarrer nach Luxemburg-Bonneweg; vorübergehend war er auch Dechant in Luxemburg-Ost. 2012 wurde er zum Domkapitular ernannt. Wagener wurde im Februar 2015 Generalvikar des Erzbistums und trat damit ein Amt an, in dem er die Reformen zur Entflechtung von Kirche und Staat zu Ende bringen musste. Weitere Großbaustelle waren für ihn die Zusammenlegung von ehemals 274 zu 33 neuen Pfarreien, die höchst umstrittene Abschaffung der Kirchenfabriken und die Schaffung des nicht minder umstrittenen Kierchefong.

In der fast 150-jährigen Geschichte des Erzbistums Luxemburg ist es eine Premiere, dass es einen regulären Weihbischof geben wird. Ein ähnliches Amt gab es jedoch übergangsweise im 20. Jahrhundert: Dreimal wurde dem jeweiligen Bischof zum absehbaren Ende der Amtszeit eine Art designierter Nachfolger, ein sogenannter  Koadjutorbischof mit Nachfolgerecht, beigestellt. Zuletzt war dies Jean Hengen (1912-2005), den Papst Paul VI. 1967 zum Koadjutorbischof ernannte und der 1971 als Bischof auf Léon Lommel folgte. Er war zudem seit 1988 der erste Luxemburger Erzbischof.


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