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Nur 20 Abgeordnete haben nie gefehlt
Politik 8 2 Min. 19.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Anwesenheitsliste der Abgeordneten

Nur 20 Abgeordnete haben nie gefehlt

Politik 8 2 Min. 19.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Anwesenheitsliste der Abgeordneten

Nur 20 Abgeordnete haben nie gefehlt

In der vergangenen Parlamentssession wurde in 48 öffentlichen Sitzungen über 90 Gesetzentwürfe abgestimmt. Doch wie gewissenhaft waren die Abgeordneten wirklich? Hier ein Überblick über die Anwesenheit im Plenum.

(ml) -   In der vergangenen Parlamentssession wurden in 48 öffentlichen Sitzungen über 90 Gesetzentwürfe abgestimmt. Doch wie steht es mit der Abstimmungsmoral der luxemburgischen Volksvertreter? Wer war in der vergangenen Parlamentssession Spitzenreiter im Blaumachen?

Die DP verbuchte die meisten Fehlzeiten. Die 13 liberalen Vertreter waren alle zusammen 34 mal abwesend. Die durchschnittliche Fehlquote betrug 5,4 Prozent. Zum Vergleich: Die CSV erreichte als stärkste Fraktion im Parlament mit 4,5 Prozent die zweithöchste Fehlquote. Danach folgen die ADR (4,1 Prozent) und Déi Gréng (1,7 Prozent). Die beiden Abgeordneten von Déi Lénk haben am seltensten gefehlt. Ihre Fehlquote lag bei einem Prozent.

Weitere Besonderheit: Die Vertreter der blau-rot-grünen Mehrheit versäumten alle zusammen 63 Sitzungen. Die Abgeordneten der Opposition blieben 58 Sitzungen fern. 

Die Hitliste der Blaumacher

Eine Liberale, drei CSV-Poltiker und ein LSAP-Abgeordneter schaffen es auf das Podium der Abwesenheitsliste, wie Sie in der folgenden Bildergalerie erkennen können:

Die am schwächsten besuchte Sitzung der Parlamentssession 2014/2015 fand am 9. Dezember 2014 statt. Damals standen auf der Liste der entschuldigten Volksvertreter acht Namen. 

Zwischen Oktober vergangen Jahres und Juli 2015 fanden 48 öffentliche Sitzungen statt. Das sind 15 mehr als in der vorigen Session, die wegen der Neuwahlen kürzer ausgefallen war. 

Nur viermal waren alle da

Das Abgeordnetenhaus war lediglich an vier Tagen vollzählig. Ein Drittel der Parlamentarier war bei sämtlichen öffentlichen Sitzungen anwesend. Unter anderem gingen Eugène Berger und Viviane Loschetter, die Fraktionspräsidenten von DP und Déi Gréng, sowie Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo mit gutem Beispiel voran.

Niemals gefehlt haben noch 17 weitere Abgeordnete: Diane Adehm (CSV), Guy Arendt (DP), André Bauler (DP), Gilles Baum (DP), Taina Bofferding (LSAP), Lex Delles (DP), Joëlle Elvinger (DP), Max Hahn (DP), Aly Kaes (CSV), Marc Lies (CSV), Josée Lorsché (Déi Gréng), Laurent Mosar (CSV), Roger Negri (LSAP), Gilles Roth (CSV), Roberto Traversini (Déi Gréng), Serge Urbany (Déi Lénk), David Wagner (Déi Lénk). 

Gilles Roth Spitzenreiter bei den parlamentarischen Fragen

Gilles Roth stellte besonders viele Anfragen.
Gilles Roth stellte besonders viele Anfragen.
Foto: Guy Jallay

Binnen zehn Monaten wurden mehr als 1.000 parlamentarische Anfragen gestellt. Am fleißigsten war Gilles Roth. Der CSV-Politiker verfasste 63 parlamentarische Anfragen, oft im Duett mit seiner Parteikollegin Diane Adehm (56), die es auf Rang zwei vor Marc Spautz (52) schafft. Demnach werden die ersten drei Plätze von CSV-Abgeordneten belegt.

Die grüne Fraktionspräsidentin Viviane Loschetter verfasste hingegen keine parlamentarische Anfrage. Das Gleiche trifft für sieben weitere Volksvertreter zu: Michel Wolter (CSV), Lydie Polfer (DP), Paul-Henri Meyers (CSV), Fränk Arndt (LSAP), Anne Brasseur (DP) und Roberto Traversini (Déi Gréng). Im Allgemeinen waren die Abgeordneten in der vergangenen Session recht fleißig. Insgesamt wurde über 90 Gesetzentwürfe gestimmt. 


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