Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nico Keiffer strebt Wechsel in Politik an
Nico Keiffer arbeitet seit 1983 als Radio- und Fernsehjournalist für RTL.

Nico Keiffer strebt Wechsel in Politik an

Foto: Serge Waldbillig
Nico Keiffer arbeitet seit 1983 als Radio- und Fernsehjournalist für RTL.
Politik 22.02.2018

Nico Keiffer strebt Wechsel in Politik an

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Der RTL-Sportjournalist will am 14. Oktober als CSV-Kandidat bei den Parlamentswahlen antreten. Ob er einen Listenplatz im Südbezirk erhält, entscheidet der CSV-Weisenrat.

Nico Keiffer will am 14. Oktober als CSV-Kandidat bei den Parlamentswahlen antreten. Das bestätigt der 55-Jährige RTL-Sportjournalist auf Nachfrage. "Ich bin im Gespräch und kann es mir vorstellen." Bereits am Mittwoch hat Paperjam berichtet, dass Keiffer einen Wechsel in die Politik anstrebt. 

Die Entscheidung, ob er neben Parteipräsident Marc Spautz einen Listenplatz im Südbezirk erhält, liegt aktuell bei der Wahlkommission bzw. Weisenrat der CSV. Die regionalen Vorstände haben dabei bereits 3/4 der Kandidaten bestimmt - die restlichen Listennamen werden von der Wahlkommission bis zum Nationalkonvent am 24. März nominiert. Im Süden sind von 23 Kandidaten noch sechs zu vergeben. Parteipräsident Spautz wollte die Personalie nicht kommentieren.

Wechsel von Medien in Politik hat Tradition

Keiffer arbeitet seit 1983 als Radio- und Fernsehjournalist für RTL. Seit 1997 ist er ausschließlich als Sportreporter aktiv und hat über sieben Ausgaben des Tour de France sowie vier Olympische Sommerspiele vor Ort berichtet. Seit zwölf Jahren moderiert er zudem die  UEFA Champions League an der Seite von FLF-Präsident Paul Philipp. "Sport ist mein Dada", so Keiffer. Aber dennoch habe er stets die Nationalpolitik verfolgt und würde es als besondere Herausforderung empfinden, Abgeordneter zu werden.

Sofern Keiffer als Kandidat bestätigt wird, muss er drei Monate vor den Wahlen die Arbeit vor Kamera und Mikrophon einstellen. So sieht es eine interne RTL-Verordnung vor - kündigen muss er nicht. Die Moderation des Champions League Finales mit Paul Philipp am 26. Mai ist also nicht in Gefahr.

Der Wechsel von Medien in die Politik hat dabei Tradition in Luxemburg. Die Liste zieht sich von Viviane Reding, Laurent Zeimet, Françoise Hetto-Gaasch, Felix Eischen und Frank Kuffer (CSV) über Corinne Cahen, Marc Hansen (DP) zu Mars Di Bartolomeo, Cécile Hemmen und Francine Closener (LSAP) quer durch Parteien und Medienhäuser. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Warum Journalisten Politiker werden
Der Wechsel von Medien in die Politik hat Tradition in Luxemburg. Aktuell haben sieben Abgeordnete und fünf Regierungsmitglieder eine mediale Vergangenheit. Und zu den Landeswahlen werden erneut Medienvertreter für Parteien antreten. Warum eigentlich?
Séance publique -Budget. .Foto:Gerry Huberty