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Neujahrsempfang: LCGB warnt vor Diskriminierung der Grenzgänger
Politik 09.01.2018

Neujahrsempfang: LCGB warnt vor Diskriminierung der Grenzgänger

Laut LCGB-Präsident Patrick Dury wird die Privatwirtschaft in Luxemburg von der Regierung benachteiligt.

Neujahrsempfang: LCGB warnt vor Diskriminierung der Grenzgänger

Laut LCGB-Präsident Patrick Dury wird die Privatwirtschaft in Luxemburg von der Regierung benachteiligt.
Foto: Guy Jallay
Politik 09.01.2018

Neujahrsempfang: LCGB warnt vor Diskriminierung der Grenzgänger

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Gewerkschaftspräsident Patrick Dury kritisiert die Diskrepanz der Sozialpolitik zwischen öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft. Zudem plädiert er für eine Anhebung des Mindestlohns.

(ps) - Die Botschaft des christlich-sozialen Gewerkschaftsbundes ist klar: Es gibt in Luxemburg eine klare Diskrepanz der Sozialpolitik zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft. Ob in Steuerfragen, bei den Familienleistungen, den Krankheitswochen oder Zeitsparkonten  - wer im Privatsektor arbeitet, wird deutlich benachteiligt. Und das ist laut Patrick Dury für den LCGB nicht hinnehmbar. Er fordert die Regierung auf, dieser ungerechten Politik ein Ende zu setzen.

Dury zielt damit auch auf die Diskrepanz zwischen Luxemburgern und Grenzgängern. Denn laut LCGB arbeiten aktuell knapp 190.000 Grenzgänger in Luxemburgs Privatwirtschaft. Es sind somit maßgeblich Grenzgänger die Luxemburgs Wirtschaft am Laufen halten, und es sind auch maßgeblich Grenzgänger, die benachteiligt werden, so Dury.

Ein Beispiel für eine weitere Diskriminierung sei die aktuelle Diskussion um die Liberalisierung der Öffnungszeiten. Betriebswirtschaftlich spricht aus der Perspektive des Arbeitgebers und des Kunden einiges für eine solche Liberalisierung. Aber Dury fordert, dass die Diskussion einhergeht mit Fragen um die Arbeitsbedingungen. Sprich: Die Sicht des Arbeitnehmers muss zentral sein. Oder anders formuliert: Der Mensch im Mittelpunkt.

Schulterschluss beim Mindestlohn

Der LCGB positioniert sich auch deutlich in der aktuellen Debatte um die Anhebung des Mindestlohns. Und zwar fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung von 136 Euro netto pro Monat. Ziel ist es, dass jeder Arbeitnehmer sich oberhalb der Armutsgrenze befindet, die laut Prognose des LCGB für 2017 bei 1860 Euro netto liegt. Wer arbeitet, darf nicht arm sein. Und deshalb muss der Mindestlohn deutlich  angehoben werden.

Der LCGB schließt  sich demnach der Position des Konkurrenten OGBL sowie des Arbeitsministers Nicolas Schmit (LSAP) an. Ob es möglicherweise eine Nettoanhebung durch Steuererleichterung  der Mindestlohnbezieher geben wird, wie es CSV-Präsident Marc Spautz vorgeschlagen hat, will der LCGB nicht ausschließen.

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