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Neujahrsempfang der Justiz: 500.000 Mal in 21 Monaten geblitzt
Die Autofahrer haben sich an die Radargeräte gewöhnt. Seit einigen Monaten ist die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen rückläufig.

Neujahrsempfang der Justiz: 500.000 Mal in 21 Monaten geblitzt

Foto: Guy Jallay
Die Autofahrer haben sich an die Radargeräte gewöhnt. Seit einigen Monaten ist die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen rückläufig.
Politik 10.01.2018

Neujahrsempfang der Justiz: 500.000 Mal in 21 Monaten geblitzt

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Zwischen März 2016 und Januar 2018 wurden fast eine halbe Million Autofahrer geblitzt. 83 Prozent der Fahrer bezahlen das Bußgeld ordnungsgemäß. Für die Justiz bedeuten die Radargeräte jedoch einen erheblichen administrativen Aufwand.

(mig) - Es war Generalstaatsanwältin Martine Solovieff, die am Mittwoch beim Neujahrsempfang im Beisein von Justizminister Felix Braz die neuesten Zahlen in Sachen Blitzer verkündete. 494.736 Bußgeldbescheide wurden seit der Inbetriebnahme der Radargeräte im März 2016 ausgestellt, 477.152 davon in Höhe von 49 Euro, die restlichen 17.584 in Höhe von 145 Euro.

83 Prozent der geblitzten Autofahrer zahlten das Bußgeld. 33.545 Verwarnungen wurden noch nicht beglichen. Alle Verwarnungen zusammengenommen haben einen Gegenwert von knapp 26 Millionen Euro. Das Positive an den Radargeräten: Die "délits de grande vitesse" sind zurückgegangen, von 1.069 im Jahr 2016 auf 853 im vergangenen Jahr.

Solovieff bedauerte, dass die Staatsanwaltschaft zum Gerichtsvollzieher degradiert wird. Das Eintreiben der Bußgelder sei mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden, besonders wenn es sich um im Ausland immatrikulierte Fahrzeuge handele. Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zu den 49 Euro Bußgeld, so die Generalstaatsanwältin.

Die Justiz wartet mit Ungeduld auf das neue Gesetz, das vorsieht, leichte Geschwindigkeitsübertretungen (49 Euro) nicht mehr vor Gericht zu bringen, was die Justiz erheblich entlasten würde.


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