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Neujahrsempfang beim Landesverband
Der Landesverband feierte beim traditionellen Neujahrsempfang sein 110-jähriges Bestehen.

Neujahrsempfang beim Landesverband

Foto: Guy Wolff
Der Landesverband feierte beim traditionellen Neujahrsempfang sein 110-jähriges Bestehen.
Politik 15 10.01.2019

Neujahrsempfang beim Landesverband

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Eisenbahnergewerkschaft FNCTTFEL feiert beim Neujahrsumtrunk ihr 110-jähriges Bestehen.

Bei der FNCTTFEL hatte man am Donnerstag gleich doppelten Grund zum Feiern: Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs feierte die Gewerkschaft den 110. Geburtstag des Landesverbands und das 100-jährige Bestehen der Einzelvereinigungen.

Seit seiner Gründung auf den Tag genau vor 110 Jahren setze sich der Landesverband für die Absicherung der Arbeitnehmer und für gute Arbeitsbedingungen ein, betonte der langjährige FNCTTFEL-Vorsitzende Guy Greivelding. Der aktuelle Präsident, Georges Merenz, pflichtete dem bei, meinte aber, mit guten Vereinbarungen allein sei es nicht getan: „Gute Bedingungen helfen nicht viel, wenn sie nur auf dem Papier bestehen“, so Merenz im Casino Syndical in Bonneweg.

Als Beispiel nannte er den Schichtbetrieb. Die Arbeitspausen seien zwar vertraglich gut geregelt, doch die Realität sähe anders aus: „Die ständigen Verspätungen bei der Bahn und die zahlreichen Staus auf den Straßen führen dazu, dass das Bahnpersonal und die Busfahrer ihre Pausen nicht einhalten können“, erklärte der Vorsitzende in seiner kurzen Ansprache. Die Hauptursache für die Misere macht Merenz bei den anhaltenden personellen Engpässen aus, einen Umstand, den die Gewerkschaft nicht länger hinnehmen will.

Dem Landesverband bereitet aber auch der von der Regierung in Aussicht gestellte kostenlose öffentliche Transport Sorgen. Noch gebe es keine Details. Auch mehr als einen Monat nach der Ankündigung blieben noch viele Fragen offen, betonte Georges Merenz. Nicht zufrieden ist man beim Landesverband auch mit der Situation bei der Luxtram. Weil sich die Gewerkschaften und die Unternehmensführung nicht einig wurden, wurde Ende letzten Jahres der Schlichter eingeschaltet. Fortschritte gibt es seither kaum. In dem Konflikt geht es u. a. um die Arbeitsbedingungen der Luxtram-Mitarbeiter. Offene Fragen gibt es Merenz zufolge aber auch beim CGDIS, wo längst nicht alle arbeitsrechtlichen Fragen geklärt sind. Der Landesverband will all diese Themen im Rahmen seines Sozialwahlkampfs aufgreifen.

Zum Schluss des Empfangs beleuchtete der Ehrenpräsident des Landesverbands, Nico Wennmacher, noch einmal die Geschichte der Gewerkschaft.


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