Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neues Nationalitätengesetz: Das soll sich konkret ändern
Durch die Reform werden die Voraussetzungen zur Erlangung der luxemburgischen Nationalität ganz gezielt angepasst.

Neues Nationalitätengesetz: Das soll sich konkret ändern

Foto: Lex Kleren
Durch die Reform werden die Voraussetzungen zur Erlangung der luxemburgischen Nationalität ganz gezielt angepasst.
Politik 4 Min. 14.03.2016

Neues Nationalitätengesetz: Das soll sich konkret ändern

Christoph BUMB
Laut Justizminister Felix Braz soll das neue Gesetz den Zugang zur Luxemburger Nationalität gerechter machen. Die Regierung erhofft sich dadurch aber nicht zuletzt auch Fortschritte bei der politischen Integration von Ausländern.

Von Christoph Bumb

Lange hat das Land auf ein neues Nationalitätengesetz gewartet. Am Montag stellte Justizminister Felix Braz (Déi Gréng) den definitiven Gesetzentwurf vor, der von allen im Parlament vertretenen Parteien außer der ADR begrüßt wird. Laut Braz soll der Zugang zur luxemburgischen Staatsbürgerschaft durch die Reform "fairer und gerechter" gemacht werden. Das sind die wichtigsten Punkte des neuen Gesetzes:

  • "Droit du sol": Durch die Einführung des "Bodenrechts" in der ersten Generation erhalten Personen die im Land geboren wurden künftig im Alter von 18 Jahren automatisch die Luxemburger Staatsbürgerschaft. Voraussetzung ist, dass sie mindestens fünf Jahre in Luxemburg gelebt haben und, dass ein Elternteil mindestens ein Jahr im Land ansässig war. Unter den gleichen Voraussetzungen gilt die "Option", die Staatsbürgerschaft schon im Alter von 12 Jahren anzufragen. Das jetzt schon im geltende automatische "droit du sol" für die "zweite Generation", also für Jugendliche, deren Eltern bereits im Land geboren wurden, bleibt ebenso bestehen.
Sofort weiterlesen
Geben Sie einfach Ihre E-Mail Adresse ein und lesen Sie den vollständigen Artikel.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Politisches Porträt: Die Methode Xavier Bettel
Xavier Bettel ist ein Phänomen. Sein Aufstieg in das höchste politische Amt des Landes sucht seinesgleichen. Der erfrischend neue Regierungsstil des Premiers stößt aber immer mehr an seine Grenzen. Ein politisches Porträt von Christoph Bumb.
Xavier Bettel: Der einstige Bürgermeister der Hauptstadt hat sich als Premier bisher nicht neu erfinden können.
Der Kommentar: Gemischte blau-rot-grüne Signale
Koalition und Opposition ziehen ausnahmsweise an einem Strang. Diese im Prinzip gute Nachricht des Tages wird allerdings von einer etwas eigenwilligen politischen Problemlösung getrübt. Ein Kommentar von Christoph Bumb.
Justizminister Felix Braz demonstrierte heute eine von dieser Regierung ungewohnte Vorgehensweise.
Ministerrat: Weg frei fürs neue Nationalitätengesetz
"Fair, gerecht und auf die besondere Situation von Luxemburg zugeschnitten": So versteht Justizminister Felix Braz die Anpassungen beim Nationalitätengesetz. Der Ministerrat hat die Reform nun gutgeheißen. Änderungen betreffen besonders die Sprachanforderungen.
54 Prozent der Bevölkerung sind Luxemburger. Für die 46 Prozent Nicht-Luxemburger soll der Zugang zur Nationalität nun erleichtert werden.
Reform geplant: Neues Einbürgerungsgesetz wird konkret
Ausländer sollen künftig einfacher die luxemburgische Staatsangehörigkeit erlangen können. Justizminister Braz stellt seine Pläne am Donnerstagnachmittag vor. Erst vor sieben Jahren war das Einbürgerungsgesetz geändert worden.
Ausländer soll es erleichtert werden, den luxemburgischen Pass zu erlangen.