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Neues Coronavirus: Geringes Risiko für Luxemburg
Politik 4 Min. 23.01.2020

Neues Coronavirus: Geringes Risiko für Luxemburg

Reisende werden am Flughafen im indischen Kolkata auf Erkrankungssymptome kontrolliert.

Neues Coronavirus: Geringes Risiko für Luxemburg

Reisende werden am Flughafen im indischen Kolkata auf Erkrankungssymptome kontrolliert.
Foto: AFP
Politik 4 Min. 23.01.2020

Neues Coronavirus: Geringes Risiko für Luxemburg

Jörg TSCHÜRTZ
Jörg TSCHÜRTZ
Die Regierung stuft die Gefahr, dass das Coronavirus auf Luxemburg übergreift, als "sehr gering" ein. Einzelne Infektionen seien jedoch nicht ausgeschlossen.

Die Ausbreitung des Coronavirus in China ruft auch in Luxemburg Besorgnis hervor. Die Regierung sieht jedoch keine Gefahr, dass eine größere Infektionswelle auch das Großherzogtum erfasst. "Die Wahrscheinlichkeit reiseassoziierter Falle in Luxemburg wird als sehr gering eingeschätzt", betont Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) am Donnerstag in einer parlamentarischen Antwort an den CSV-Abgeordneten Jean-Marie Halsdorf. 

Es gebe keine direkten Verbindungen zwischen Luxemburg und der chinesischen Provinz Wuhan, wo der Ausbruch des Coronavirus begann. "Ein Import einzelner Fälle kann jedoch nie ausgeschlossen werden", so Schneider. Die Gesundheitsdirektion empfiehlt bei Patienten mit entsprechender Symptomatik eine Reiseanamnese durchzuführen. "Jeder Verdachtsfall muss unverzüglich bei der Gesundheitsdirektion gemeldet werden."

Isolierungsmaßnahmen bei Verdachtsfällen

Einreisende aus betroffenen Gebieten mit akuten Symptomen sind in einem geeigneten Krankenhaus zu isolieren, bis eine Infektion mit dem Coronavirus ausgeschlossen werden kann, so Schneider in seiner Antwort. Im CHL seien etwa Isolierungszimmer vorhanden. Auf nationaler Ebene besteht zudem seit 2006 ein Krisenplan, der im Falle einer gefährlichen Pandemie zum Tragen komme. 


landes chronik
Coronavirus: Cargolux hat Vorsichtsmaßnahmen ergriffen
Die Epidemie, die in der chinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, hat bereits andere Länder erreicht. Luxemburgs Luftfrachtgesellschaft ist vorgewarnt.

Inzwischen hat auch die heimische Frachtfluggesellschaft Cargolux wegen des neuen Erregers Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Cargolux hat fünf chinesische Destinationen in seinem Programm, darunter den Flughafen Zhengzhou, der 500 Kilometer nördlich von Wuhan liegt.  

Der neue Coronavirus stammt aus einem Fischmarkt in Wuhan im Zentrum Chinas, bislang haben alle bekannten Ansteckungen ihren Ursprung in der Stadt. Die Regierung hat die elf Millionen Einwohner der Stadt de facto unter Quarantäne gestellt. Auch die benachbarten Millionenstädte Ezhou und Huanggang wurden abgeriegelt. Busse, Bahnen und Fernbusse fahren nicht mehr, der Flug- und Autoverkehr ist ebenso lahmgelegt.

Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von dem Coronavirus betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt.
Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von dem Coronavirus betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt.
Foto: Miguel Candela/SOPA Images/dpa

In China hat die neuartige Lungenkrankheit bereits 18 Menschen das Leben gekostet. Hunderte weitere sind erkrankt. Die Zahl bestätigter Infektionen stieg am Donnerstag auf mindestens 620. Auch aus Taiwan, Thailand, Japan, USA und Südkorea wurden Fälle gemeldet. Die betroffenen Patienten hatten sich jeweils davor in Wuhan aufgehalten. Das neue Coronavirus trifft China zur Unzeit: Wegen der Neujahrsfeierlichkeiten sind derzeit Millionen Menschen auf Reisen im Land unterwegs.

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