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Neues Auditorium in Kirchberg
Politik 17.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Uni- und Forschungsstandort Luxemburg

Neues Auditorium in Kirchberg

Am 25. September findet auf dem Campus Belval die akademische Rentrée statt.
Uni- und Forschungsstandort Luxemburg

Neues Auditorium in Kirchberg

Am 25. September findet auf dem Campus Belval die akademische Rentrée statt.
Foto: Lex Kleren
Politik 17.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Uni- und Forschungsstandort Luxemburg

Neues Auditorium in Kirchberg

Am Donnerstag warf Staatssekretär Marc Hansen einen Blick in die Zukunft des Universitäts- und Forschungsstandortes. Im Gespräch sind zwei weitere Labor-Gebäude für Ingenieure sowie ein privat finanziertes Auditorium auf Kirchberg.

(mig) - Auf dem Campus Belval laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Kommende Woche wird der Standort eingeweiht. Dass die Einweihung zur Rentrée 2015/16 stattfinden kann, und nicht erst 2018/19, sei dem Engagement der jetzigen Regierung zuzuschreiben, sagte Staatssekretär Marc Hansen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Die Probleme, mit denen die Regierung zu kämpfen hatte, waren Hansen zufolge das fehlende Budget für die Innenausstattung der Universität, ein fehlendes Konzept für das Uni-Restaurant sowie die fehlende Koordination zwischen der Uni und den Forschungsinstituten.

Die frühzeitige Inbetriebnahme der Gebäude in Belval führt zu Mieteinsparungen, die Marc Hansen bis 2018 auf 15 bis 20 Millionen Euro chiffriert hat. 

Lob gab es aber nicht nur für die aktuelle, sondern auch die Vorgängerregierungen samt Beamten, die das Projekt Belval initiiert hätten und letztendlich für dessen Realisierung verantwortlich seien, so Hansen.

Ziel sei es, Synergien zwischen der Universität und den Forschungsinstituten zu schaffen und Luxemburg als Forschungsstandort zu noch mehr Visibilität zu verhelfen.

Der Standort wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. So werden neben den bekannten Instituten, die bereits umgezogen sind oder demnächst umziehen werden (Liser, List, FNR, LuxInnovation, CVCE, IUIL) noch andere hinzukommen, wie die Maison du nombre (2016/17), die Maison du livre (2017/18), die Maison des Arts et des Etudiants sowie die Maison des Laboratoires I (2018/19).

Darüber hinaus laufen Gespräche über zwei weitere Labor-Gebäude für Ingenieure. Nachgedacht wird auch über die Schaffung von Kindertagesstätten und über weitere Wohneinheiten.  

Kirchberg bleibt als Uni-Standort erhalten. Dort entsteht neben dem J.-F.K-Gebäude, wo einst das Forschungsinstitut Henri Tudor untergebracht war, ein neues Auditorium, das von der Stiftung André Losch finanziert wird.



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