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Neuer US-Botschafter in Luxemburg
Politik 19.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Neuer US-Botschafter in Luxemburg

Kurz vor seinem Besuch beim Großherzog hat US-Botschafter Evans seine neuen Mitarbeiter in der Botschaft kennen gelernt.

Neuer US-Botschafter in Luxemburg

Kurz vor seinem Besuch beim Großherzog hat US-Botschafter Evans seine neuen Mitarbeiter in der Botschaft kennen gelernt.
US Embassy
Politik 19.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Neuer US-Botschafter in Luxemburg

Eric HAMUS
Eric HAMUS
J. Randolph Evans wurde am Dienstag offiziell als Botschafter der Vereinigten Staaten in Luxemburg bestätigt. Der gelernte Jurist hat Großherzog Henri sein Beglaubigungsschreiben überreicht.

Seit dem 20. Januar 2017 stand er leer, der Botschaftersessel in der diplomatischen Vertretung der Vereinigten Staaten in Limpertsberg. Seit gestern aber haben die USA wieder einen Botschafter in Luxemburg. J. Randolph Evans hat Großherzog Henri offiziell sein Beglaubigungsschreiben überreicht.

Der gelernte Jurist war lange Jahre Partner bei der internationalen Kanzlei „Dentons US LLP“ und Vorsitzender der „Judicial Nominating Commission“ des US-Bundesstaats Georgia. Seine Kenntnisse brachte Randy Evans zwischen 1995 und 2007 als juristischer Berater des Sprechers des US-Repräsentantenhauses ein. Dazu war der Republikaner in der „American Bar Association“ und der „Georgia Bar Association“ tätig.

US-Botschafter Randy Evans und seine Frau Linda wurden von Großherzog Henri in Luxemburg Willkommen geheißen.
US-Botschafter Randy Evans und seine Frau Linda wurden von Großherzog Henri in Luxemburg Willkommen geheißen.
Cour Grand-Ducale

Randy Evans hat in den letzten Jahren acht Bücher veröffentlicht und zahlreiche Kolumnen über Ethik, den Klimawandel und das aktuelle Weltgeschehen. Seinen Abschluss hat der neue Botschafter 1980 am West Georgia College in Carrollton gemacht. Den Doktortitel in Jura erhielt er 1993 an der Georgia Law School in Athens.


Freundschaft auf dem Prüfstand
Die Beziehung zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten unter US-Präsident Trump gestaltet sich schwieriger als je zuvor.

Seine Nominierung als Botschafter empfinde er als eine große Ehre, betonte Evans in einer ersten Stellungnahme. Luxemburg sei ein schönes Land und zusammen mit seiner Frau freue er sich darauf, die Luxemburger näher kennen zu lernen. In seiner Arbeit wolle er sich vor allem darauf konzentrieren, die Beziehung zwischen beiden Ländern zu stärken.

Aufregung im Nachbarland

Luxemburg ist nicht das einzige Land, das lange auf einen neuen Botschafter aus den Vereinigten Staaten warten musste. US-Präsident Trump hatte quasi als erste seiner Amtshandlungen am 20. Januar 2017 fast alle Botschafter aus Europa und anderen Teilen der Welt abgezogen -  darunter auch David McKean, der erst im Jahr zuvor nach Luxemburg gezogen war. Deutschland hatte auch erst Anfang Juni einen neuen US-Botschafter empfangen. Richard Grenell sorgte aber gleich nach seinem Amtsantritt mit zweifelhaften Aussagen für Schlagzeilen. Er wolle sich unter anderem in die Politik einmischen und konservative Einflüsse stärken.


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