Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neuer Elternurlaub zum 1. Dezember
Politik 29.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Berichterstatter gibt Aufschluss

Neuer Elternurlaub zum 1. Dezember

Sechs Monate, vier Monate oder doch lieber eine ganz flexible Variante: Mit dem neuen Elternurlaub können sich beide Elternteile für verschiedene Auszeiten entscheiden.
Berichterstatter gibt Aufschluss

Neuer Elternurlaub zum 1. Dezember

Sechs Monate, vier Monate oder doch lieber eine ganz flexible Variante: Mit dem neuen Elternurlaub können sich beide Elternteile für verschiedene Auszeiten entscheiden.
Foto: Shutterstock
Politik 29.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Berichterstatter gibt Aufschluss

Neuer Elternurlaub zum 1. Dezember

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Die Reform des Elternurlaubs ist auf der Zielgeraden. "Ich gehe fest davon aus, dass die neuen Möglichkeiten für die Eltern zum 1. Dezember in Kraft treten", so der DP-Abgeordnete Gilles Baum.

(BB) - Am 15. Januar 2016 hatte Familienministerin Corinne Cahen die Reform des Elternurlaubs im Parlament eingebracht. Vor dem Jahresende dürften die neuen flexiblen Elternzeiten nun greifen.

"Ich gehe fest davon aus, dass der neue Elternurlaub zum 1. Dezember in Kraft tritt", sagte Berichterstatter Gilles Baum auf "Wort"-Nachfrage hin. Die Familienkommission will kommende Woche den letzten Schliff geben. Die Reform soll dann sofort zur ersten Sitzung der neuen parlamentarischen Session am 11. Oktober zur Abstimmung stehen.

Nach der Veröffentlichung im Memorial könnten die Eltern also voraussichtlich Anfang Dezember von den neuen Bestimmungen profitieren.

Mit dem neuen Elternurlaub werden die Mütter und Väter ihre Job-Pausen flexibler organisieren können und ein Ersatzeinkommen von monatlich bis zu 3.200 Euro beziehen.

Elternteile, die übrigens schon einen Antrag auf einen Elternurlaub eingereicht haben, können diesen nach dem Inkrafttreten des Gesetzes revidieren und so in den Genuss der neuen Modalitäten kommen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mehr Flexibilität per Gesetz
Das Parlament hat am Dienstag mit Stimmen von Blau-Rot-Grün, ADR und Déi Lénk die Reform des Elternurlaubs verabschiedet. Die flexiblen Elternzeiten sollen am 1. Dezember in Kraft treten.
Familie Pflegeeltern
Reform des Elternurlaubs
Mit ihren alternativen Vorschlägen zum neuen Elternurlaub konnte sich die CSV im Parlament nicht durchsetzen. Die Mehrheitsabgeordneten schließen spätere Anpassungen aber nicht aus.
Fürs Erste soll sich nichts an der angedachten Reform des Elternurlaubs ändern, meinten die Abgeordneten der DP, LSAP und Déi Gréng.
Oppositionsarbeit im Parlament
Als Oppositionspartei hat die CSV einen Gegenvorschlag zum neuen Elternurlaub vorgelegt. Von den Mehrheitsabgeordneten gab es zunächst keine direkte Abfuhr. Geschickt verweisen die Mehrheitsvertreter aber auf zeitliche Zwänge.
Die CSV-Abgeordnete Françoise Hetto spricht sich für zusätzliche, individuellere Auszeiten beim neuen Elternurlaub aus. Als finanzielle Entschädigung schlägt die CSV den sozialen Mindestlohn als Basisbetrag vor.
Werdende Eltern hatten sich beschwert: Sie befürchteten nicht in den Genuss des neuen Elternurlaubs zu gelangen. Ministerin Corinne Cahen ist den Familien nun entgegengekommen.
Die Eltern werden nicht benachteiligt. Auch wenn ein Antrag auf Elternurlaub vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gestellt wird, sollen die Familien späterhin von den neuen Bestimmungen profitieren können.
Flexible Elternzeiten, mehr Elterngeld, bessere Vereinbarung von Familie und Beruf: Die Regierung hat ihre Reform des Elternurlaubs mit positiven Bildern behaftet. Dahinter steckt aber wesentlich mehr.
Doppelverdiener werden mit neuem Elternurlaub zur Norm. Wer sich anders entscheidet, könnte es künftig in der allgemeinen Wahrnehmung schwieriger haben.
Reformierter "congé parental"
Die Pläne der Regierung sehen die Einführung eines zweiten Urlaubsmodells von vier Monaten vor. Die Eltern sollen die freie Wahl behalten.
Die neuen Modalitäten des Elternurlaubs erlauben mehr Flexibilität.