Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neue Rahmenabkommen mit Hilfsorganisationen: 30 Millionen Euro für Kinder und Frauen in Not
Politik 2 Min. 18.01.2017

Neue Rahmenabkommen mit Hilfsorganisationen: 30 Millionen Euro für Kinder und Frauen in Not

Offizielle Unterzeichnung der Rahmenabkommen: Minister Romain Schneider mit den Vertretern der Croix-Rouge.

Neue Rahmenabkommen mit Hilfsorganisationen: 30 Millionen Euro für Kinder und Frauen in Not

Offizielle Unterzeichnung der Rahmenabkommen: Minister Romain Schneider mit den Vertretern der Croix-Rouge.
Foto: Bérengère Beffort
Politik 2 Min. 18.01.2017

Neue Rahmenabkommen mit Hilfsorganisationen: 30 Millionen Euro für Kinder und Frauen in Not

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Sieben Hilfsorganisationen erhalten für ihre Entwicklungsprojekte in Afrika und Asien eine finanzielle Unterstützung vom Staat. 30 Millionen Euro kommen der Bildung, Armutsbekämpfung und Förderung von Kindern und Frauen zugute.

(BB) - Luxemburg hilft Menschen in Not. Zum Teil über seine Entwicklungszusammenarbeit mit gezielten Partnerländern. Zum Teil erfolgt die Unterstützung auch übers Engagement von Nichtregierungsorganisationen. Am Mittwoch hat Minister Romain Schneider sieben Rahmenverträge mit NGOs unterzeichnet, die sich insbesondere für notleidende Kinder und Frauen in Afrika und in Asien einbringen. Die zugestandenen öffentlichen Zuschüsse chiffrieren sich auf 30 Millionen Euro. Das entspricht jeweils 80 Prozent des Gesamtbudgets der Organisationen.

"Die NGOs verrichten eine wichtige, komplementäre Arbeit zum direkten bilateralen Engagement des Ministeriums. Sie sind nahe bei den Leuten und leisten eine hervorragende Arbeit in einem oftmals schwierigen Umfeld", betonte Kooperationsminister Romain Schneider.

Drei Organisationen - Care, Ecpat, und Padem -  werden erstmals über ein Rahmenabkommen mit dem Außenministerium verfügen. Die Abkommen haben jeweils eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren. Ausschlaggebend für die Zuschüsse sind die Kohärenz der Projekte, die Erfahrung vor Ort, und ausreichende Ressourcen, um die Planungssicherheit zu garantieren, so Romain Schneider auf Nachfrage hin.

Drei neue Bezieher der staatlichen Unterstützung

Padem wird sich für seinen Teil insbesondere der Bekämpfung von Kinderarmut in Senegal, Indien, Bolivien und Sri Lanka widmen. So sollen zum Beispiel Alternativen zur Bettelei von Kindern in Dakar aufgezeigt werden. Ein weiteres Hilfsprogramm in Senegal kämpft gegen Genitalverstümmelungen bei jungen Frauen. Mit 2,1 Millionen Euro will Padem rund 9.000 Kindern bis 2019 helfen.

Die Hilfsorganisation Ecpat setzt sich ihrerseits in Westafrika sowie in Indien und Nepal für die Rechte der Kinder ein. Ihr Engagement ist besonders dem Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung gewidmet. Die Regierung unterstützt die Arbeit von Ecpat mit 3,3 Millionen Euro.

Care in Luxemburg hat sich zum Ziel gesetzt, den Fokus auf die 1.000 erste Lebenstage von Kindern in entlegenen Regionen zu richten. In Niger, Laos und Myanmar wollen die Mitarbeiter der Hilfsorganisation besonders beim Zugang zu Nahrungsmitteln und bei der Gesundheitsförderung der Mütter zur Seite stehen. Care verfügt über Zuschüsse in Höhe von 2,4 Millionen Euro.

Die zugestandenen Gelder hängen jeweils von den einzelnen Projekten und den Anfragen der Organisationen ab, wie Martine Schommer, Direktorin der Luxemburger Entwicklungshilfe erklärt. Sie werden im gemeinsamen Gespräch mit dem Ministerium ausgewiesen. Die Zusammenarbeit beruhe auf einer Vertrauensbasis, betonte seinerseits Minister Romain Schneider. Die Organisationen genießen bei der Umsetzung vor Ort über eine gewisse Flexibilität, zugleich verfassen sie aber auch Berichte über ihre Arbeit und Leistungen, die sie dem Ministerium zustellen.

Neben den drei neuen Beziehern wurden am Mittwoch ebenfalls Rahmenabkommen mit den Organisationen "Bridderlech Deelen", der 2Croix-Rouge", "Christian Solidarity International", sowie "SOS Villages d'enfants du monde" unterzeichnet. Insgesamt unterhält die Luxemburger Entwicklungshilfe 21 Rahmenabkommen mit Nichtregierungsorganisationen.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Niger: Klimawandel als Realität
Heute Klimapolitik, morgen Kooperationshilfe: In der Chamber dominieren die internationalen Herausforderungen. Wie die Menschen vor Ort diese Herausforderungen erleben, zeigt das Beispiel Niger.
Rauer Alltag zwischen Hitze und Hunger.