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Neue Petitionen: Von blauen Brücken, Alcopops und Spaghettimonstern
Bitte unterschreiben! 12 neue Petitionen stehen zur Auswahl, die Themen sind vielfältig.

Neue Petitionen: Von blauen Brücken, Alcopops und Spaghettimonstern

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Bitte unterschreiben! 12 neue Petitionen stehen zur Auswahl, die Themen sind vielfältig.
Politik 27.05.2016

Neue Petitionen: Von blauen Brücken, Alcopops und Spaghettimonstern

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Am nächsten Dienstag muss sich der Petitionsausschuss mit 12 neuen Vorschlägen befassen. Die Anträge reichen von Glaubensfragen bis zu Hygieneartikel.

(jag) - Die bunte Welt der Petitionen ist wieder einmal um zwölf Vorschläge bereichert werden. Am Dienstag muss der zuständige parlamentarische Ausschuss darüber befinden, ob die eingereichten Texte zur Abstimmung freigegeben werden. Die Petitionsinhalte sind dabei ebenso vielfältig wie zum Teil humorvoll.

Petition Nummer 657 plädiert für eine permanente Nutzung der sogenannten blauen Brücke über die Petruss. Diese soll nach Abschluss der Renovierungsarbeiten des Pont Adolphe eigentlich abgerissen werden. Mit der Petition Nummer 660 sollen die Gehalts-und Karrierebestimmungen der Gemeindebeamten rückwirkend auf den ersten Oktober 2015 an jene der Staatsbeamten angeglichen werden.

Keine Steuer auf Alcopops

Die vor einigen Jahren eingeführte Steuer auf Alcopops soll wieder abgeschafft werden, fordert Petition 661. Weitere Petitionen verlangen die Abschaffung der Erbschaftssteuer für verheiratete Paare ohne Kinder, das Veröffentlichen der Petitionstexte in deutscher, englischer und luxemburgischer Sprache sowie ein Herabsetzen der Mehrwertsteuer für weibliche Hygieneartikel.

Mit der Petition Nummer 666 (sic!) soll die Spaghettimonsterkirche in Luxemburg anerkannt werden. Auf Französisch nennt sich die Glaubensrichtung übrigens "église pastafarienne".  Schließlich verlangt Petition Nummer 667 die Absetzbarkeit der Unkosten, die beim Ausstellen der privaten Steuererklärung anfallen.

Neben den öffentlichen Petitionen, welche 4500 Unterschriften benötigen und dann im Plenum besprochen werden, wurde auch eine ordentliche Petition eingereicht. Hier genügt eine Unterschrift, damit der Text vom Ausschuss begutachtet wird. Allerdings wird nicht in öffentlicher Sitzung darüber debattiert. Es geht in diesem Falle um moralische Belästigung am Arbeitsplatz. 


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