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Neue luxemburgische Rechtschreibung in Kraft
Politik 15.11.2019

Neue luxemburgische Rechtschreibung in Kraft

Die Rechtschreibung trat am Freitag in Kraft.

Neue luxemburgische Rechtschreibung in Kraft

Die Rechtschreibung trat am Freitag in Kraft.
Foto: Pierre Matgé
Politik 15.11.2019

Neue luxemburgische Rechtschreibung in Kraft

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Am Freitag trat die Rechtschreibreform in Kraft. Ab dem Schulanfang 2021 wird im Sekundarunterricht ein neuer Luxemburgisch-Kurs eingeführt.

„Die luxemburgische Sprache ist so lebendig wie selten zuvor“, sagt Bildungsminister Claude Meisch (DP). Und weil das Luxemburgische in allen Bevölkerungsgruppen und in allen Altersklassen ein „echtes Erfolgsmodell“ darstellt, soll auch jeder die Sprache fehlerfrei schreiben können.

Damit dies in Zukunft besser klappt, stellte der Bildungsminister am Freitag die neue Orthografie vor. Um den Leuten die Umstellung zu erleichtern, wird die alte Orthografie aber noch bis zum Schulanfang 2020 gültig bleiben.


Interview Luc Marteling, erster Direktor des Zentrums für die luxemburgische Sprache in Strassen. LOD - Lëtzebuerger Online Dictionnaire. (Foto: Alain Piron)
Ordnung fürs Luxemburgische
Luc Marteling soll als neuer Direktor des Zentrums für die luxemburgische Sprache deren Normierung vorantreiben.

An den Grundzügen wird sich nicht viel ändern. Die beiden Basistexte aus den Jahren 1975 und 1999 wurden lediglich angepasst und ergänzt. Unklarheiten und einzelne Widersprüche wurden beseitigt. Betroffen ist nur ein Prozent der Wörter, die im „Lëtzebuerger Online Dictionnaire“ aufgelistet sind.

Begleitet wird die neue Rechtschreibung von Neuauflagen der entsprechenden Lehrbücher. Die Standardwerke „Eis Sprooch richteg schreiwen“ von Josy Braun, „De roude Fuedem“ von Christiane Ehlinger und „Verbtabellen op Lëtzebuergesch“ von Jérôme Lulling wurden an die neue Orthografie angepasst.

Bildungsminister Meisch will die luxemburgische Sprache insgesamt aufwerten. Deshalb wird ab der Rentrée 2021 in den Klassen 4C und 3G des Sekundarunterrichts ein neues Fach eingeführt. Im Mittelpunkt stehen neben der Orthografie auch die luxemburgische Literatur. Ganz allgemein sollen aber auch kulturelle Inhalte und Lesekompetenzen vermittelt werden.


Schätzungen der Universität Luxemburg zufolge können etwa 400 000 Personen Luxemburgisch sprechen.
Tag der Muttersprache: Sou schwätze mir
Viele Luxemburger machen sich Sorgen um den Erhalt des Luxemburgischen. Dem Sprachen-Atlas der Unesco zufolge gilt die Sprache als gefährdet. Dabei gibt es so viele Sprecher wie noch nie.

Der aktuelle Luxemburgisch-Unterricht auf den Septième-Klassen wird abgeschafft, die Unterrichtsstunden sollen auf den Deutsch- beziehungsweise den Französisch-Unterricht verteilt werden. Die Lehrer, die das neue Fach ab 2021 unterrichten wollen, müssen über einen Master in luxemburgischer Sprache verfügen.

Online-Kurse für Berufstätige

Aufgrund der steigenden Nachfrage bei den Luxemburgisch-Kursen soll das Angebot erweitert werden. Das Institut national des langues arbeitet derzeit Online-Kurse aus, die bereits zum Schulanfang 2020 angeboten werden. Zum einen will man den vielen Berufstätigen entgegen kommen, zum anderen soll es auch im Ausland möglich sein, Luxemburgisch zu lernen. Die Bewertungstests für die Einschätzung der Sprachkenntnisse können bereits ab Februar 2020 online gemacht werden.


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