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Neue Initiative: Wird die Großregion nach "Schengen" benannt?
Politik 18.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Neue Initiative: Wird die Großregion nach "Schengen" benannt?

Bereits in der Vergangenheit gab es mehrere Vorschläge für eine Namensgebung der Großregion.

Neue Initiative: Wird die Großregion nach "Schengen" benannt?

Bereits in der Vergangenheit gab es mehrere Vorschläge für eine Namensgebung der Großregion.
Foto: Anouk Antony
Politik 18.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Neue Initiative: Wird die Großregion nach "Schengen" benannt?

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die Schengener Gemeinde hat einen Versuch gestartet, der darauf hinauslaufen soll, dass die Großregion nach ihr benannt wird. Dem Vorhaben werden gute Chancen eingeräumt.

(ml) - Die Großregion, die Luxemburg, die Wallonie, Lothringen, Rheinland-Pfalz sowie das Saarland umfasst, könnte demnächst in "Großregion Schengen" getauft werden. Der Schengener Bürgermeister, Ben Homan, habe der luxemburgischen Regierung einen entsprechenden Vorschlag gemacht.

Die Chancen, dass die Großregion nach dem Luxemburger Grenzort an der Mosel benannt wird, seien gar nicht so schlecht. Insgesamt werde der jüngste Vorschlag positiv aufgenommen, heißt es. Die saarländische Landesregierung lasse sich zwar nicht in die Karten schauen, Homan zufolge gebe es aber sowohl auf deutscher als auch auf französischer Seite kaum Widerstand.

Mehrere gescheiterte Versuche

SZ-Informationen zufolge will die Gemeinde Schengen, die 4.900 Einwohner zählt, alle Kommunen in der Großregion schriftlich kontaktieren und sie dazu aufrufen, ihr Vorhaben zu unterstützen. Der Schengener Bürgermeister gehe davon aus, dass der Name seiner Gemeinde aufgrund seines internationalen Bekanntheitsgrades der Großregion weitere Strahlkraft  verleihe. 1985 hatten fünf europäische Staaten das Schengener Abkommen unterzeichnet, das zum Synonym für die Reisefreiheit von mehr als 400 Millionen Menschen geworden ist.

Ben Homan zufolge gebe es auch Bedenken in Bezug auf den Namen "Großregion Schengen". Kritiker befürchten eine Verwechslungsgefahr mit dem Schengen-Raum. Die luxemburgische Regierung bestätigte gegenüber der SZ, dass sie die Initiative ergriffen hat, um der Großregion einen Namen zu verpassen, ohne jedoch auf die konkreten Vorschläge einzugehen, mit der Begründung, dass die Gespräche noch nicht abgeschlossen seien.

Bereits in der Vergangenheit gab es mehrere Vorschläge für eine Namensgebung der Großregion. 2003 fand der saarländische Vorschlag "Maas-Mosel-Saar" wenig Gefallen. Auch die Vorschläge des ehemaligen Mainzer Wirtschaftsministers Artur Bauckhage ( "Mosel" ) und  des belgischen Ex-Außenministers Charles-Ferdinand Nothomb ( "Ardennen-Mosel-Saar") wurden nicht zurückbehalten.


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