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Neue Gerüchte im Vorfeld der Regierungserklärung: Ministerium denkt über Picasso-Verkauf nach
Politik 2 Min. 11.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Neue Gerüchte im Vorfeld der Regierungserklärung: Ministerium denkt über Picasso-Verkauf nach

Das Gemälde "Paysage de Cannes au crépuscule" entstand 1960.

Neue Gerüchte im Vorfeld der Regierungserklärung: Ministerium denkt über Picasso-Verkauf nach

Das Gemälde "Paysage de Cannes au crépuscule" entstand 1960.
Politik 2 Min. 11.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Neue Gerüchte im Vorfeld der Regierungserklärung: Ministerium denkt über Picasso-Verkauf nach

Am Dienstag wird Premierminister im Parlament die Sparmaßnahmen der Regierung vorlegen. Erste Einzelheiten sickern durch. Das Finanzministerium soll mit dem Gedanken spielen, ein Bild von Picasso zu verkaufen.

(ml) - Im Finanzministerium wird darüber nachgedacht, ein Bild des weltberühmten Malers Pablo Picasso zu verkaufen. Dies meldete der Radiosender 100,7 am Freitagabend. Das Werk gehört derzeit dem Ministerium und dürfe einen Marktwert von mehreren Millionen Euro haben. Konkret geht es um das Gemälde "Paysage de Cannes au crépuscule".

Interessante Vorgeschichte

Das Bild aus dem Jahre 1960 ist im Besitz des Finanzministeriums. 1999 war es am letzten Tag einer Ausstellung im Nationalmuseum beschädigt worden. Dabei handelte es sich um einen leichten Kratzer. Eine Schweizer Galerie verlangte eine Entschädigung für den Wertverlust. Anstatt den entstanden Schaden zu zahlen, entschied das Finanzministerium im Jahr 2000 das Bild für einen Preis von sechs Millionen Dollar zu kaufen, sagte Michel Polfer, der Direktor des Nationalmuseums, dem "Luxemburger Wort".

Zu einem späteren Zeitpunkt versuchte der Staat das teure Werk im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung zu verkaufen. Da der gewünschte Erlös nicht erreicht worden war, wurde es in einem Lager in Genf untergebracht, so Polfer.

2002 erklärte der damalige Finanzminister Jean-Claude Juncker sich damit einverstanden, das wertvolle Gemälde bis auf Weiteres an das Nationalmuseum auszuleihen. Dort war es jahrelang ausgestellt. Seit einigen Monaten können die Besucher es jedoch nicht mehr bewundern, da die Abteilung, in der das Bild untergebracht ist, instand gesetzt wird. Der Schaden, der 1999 entstanden war, wurde inzwischen durch eine fachmännische Renovierung behoben.

Zwischen drei und fünf Millionen Euro.

Um die damalige Investition einzutreiben (Zinsen nicht inbegriffen), müsste das Picasso-Werk für rund sechs Millionen Euro den Besitzer wechseln. Polfer hält es für eher unwahrscheinlich, einen solchen Käufer zu finden. Seiner Einschätzung zufolge, ist ein Verkaufspreis zwischen drei und fünf Millionen Euro realistisch - vorausgesetzt, man wählt den richtigen Zeitpunkt aus. "Ob es einen Sinn macht ein Bild, das zwölf Jahre im Nationalmuseum ausgestellt war, zu verkaufen, müssen andere beurteilen", sagt Polfer.

Kein Kommentar

Derzeit steht noch nicht fest, ob das Gemälde tatsächlich verkauft wird, heißt es im Kulturministerium. Auch das Finanzministerium wollte nicht dazu Stellung nehmen und verwies auf die für kommenden Mittwoch angesagte Rede von Pierre Gramegna im Parlament.


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