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Neue Arbeitsbedingungen für psychosoziales und edukatives Personal
Politik 16.11.2021
Einigung im Bildungssektor

Neue Arbeitsbedingungen für psychosoziales und edukatives Personal

Am 15. September 2020 statteten fünf Gewerkschaften des edukativen und psychosozialen Personals Claude Meisch (DP) einen Besuch ab, um ihm einen Beschwerdebrief zu überreichen, doch der Bildungsminister hatte seine Beamten vorgeschickt.
Einigung im Bildungssektor

Neue Arbeitsbedingungen für psychosoziales und edukatives Personal

Am 15. September 2020 statteten fünf Gewerkschaften des edukativen und psychosozialen Personals Claude Meisch (DP) einen Besuch ab, um ihm einen Beschwerdebrief zu überreichen, doch der Bildungsminister hatte seine Beamten vorgeschickt.
Foto: Lex Kleren
Politik 16.11.2021
Einigung im Bildungssektor

Neue Arbeitsbedingungen für psychosoziales und edukatives Personal

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Streit um die Neuregelung der Arbeitsbedingungen des edukativen und psychosozialen Personals in den Schulen wurde eine Einigung erzielt.

Im Streit um die Neuregelung der Arbeitsbedingungen des edukativen und psychosozialen Personals wurde jetzt eine Einigung erzielt. Am Dienstag haben Bildungsminister Claude Meisch (DP) und die drei CGFP-Unterorganisationen ALEE, SLEG und SPEBS ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. 

Das Abkommen sieht eine Präzisierung der Arbeitsbedingungen des edukativen und psychosozialen Personals im Fondamental, im Secondaire und in den Kompetenzzentren vor. Das war notwendig, da seit Jahren, je nach Arbeitsplatz, unterschiedliche Arbeitsbedingungen gelten. 


Die Vertreter des edukativen und psychosozialen Personals waren am Dienstag im Bildungsministerium vorstellig geworden, um Claude Meisch einen Brief zu überreichen. Der aber war nicht da und überließ die Sache seinen Beamten.
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Wie Claude Meisch am Dienstag bei einer Pressekonferenz erklärte, schaffe die Neuregelung den Agenten ausreichend Flexibilität für eine gesunde Work-Life-Balance und ausreichend Zeit für Vorbereitungen. Gleichzeitig stelle sie eine maximale Verfügbarkeit der Dienstleistungen sicher.

Die Agenten haben während der Schulzeit im Schnitt eine 30,5-Stunden-Woche zuzüglich Vorbereitungsstunden, die in der Schule und daheim geleistet werden können. Hinzu kommen weitere Stunden für Besprechungen, administrative und Elternarbeit sowie Weiterbildung. 

Die Agenten müssen mit Ausnahme des Monats August und den Weihnachtsferien arbeiten, haben aber die Möglichkeit, fünf Urlaubstage nach Bedarf während der Schulzeit festzulegen. 

Für Überstunden wurde ein Tarif ausgehandelt. Überstunden können auch auf das Zeitsparkonto eingezahlt werden. 

Die Neuregelung tritt zur Rentrée 2022/2023 in Kraft. Teile davon müssen gesetzlich geregelt werden. Der Minister hofft, die gesetzlichen Bestimmungen rechtzeitig durchs Parlament zu bekommen.

Der Streit war ausgebrochen, nachdem das Bildungsministerium die Arbeitsbedingungen im Sommer 2020 zum Ärger der Gewerkschaften und Personalvertretungen im Alleingang geändert hatte.

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