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Natürliche Lebensräume in schlechtem Zustand
Politik 20.04.2018

Natürliche Lebensräume in schlechtem Zustand

Der Ziel der Natura-2000-Gebiete ist der Erhalt der einheimischen Pflanzen- und Tierarten.

Natürliche Lebensräume in schlechtem Zustand

Der Ziel der Natura-2000-Gebiete ist der Erhalt der einheimischen Pflanzen- und Tierarten.
Foto: Lex Kleren
Politik 20.04.2018

Natürliche Lebensräume in schlechtem Zustand

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Die Umweltschutzorganisation natur&ëmwelt sorgt sich um die Artenvielfalt und um die Qualität der Gewässer, der Luft- und der Böden. Sie hat einen Forderungskatalog erstellt. Er richtet sich an die Parteien und an die nächste Regierung.

"Die Artenvielfalt geht zurück, die Qualität der Gewässer, der Luft und der Böden ist in einem bedenklichen Zustand. Wir wollen, dass die neue Regierung diese Tatsachen ernst nimmt und sich kohärent und effizient für den Erhalt der Biodiversität einsetzt", hieß es am Freitag bei einer Pressekonferenz der Organisation natur&ëmwelt.

Damit das passiert, hat die Naturschutzorganisation einen Forderungskatalog zusammengestellt, er richtet sich an die nächste Regierung und an die einzelnen Parteien, die im Parlament vertreten sind.

Warum ist der Respekt der Natur so wichtig? "Weil nur, wenn der wirtschaftliche, der ökologische und der kulturelle Nutzen der Umwelt und ihrer Ökosystemdienstleistungen respektiert werden, kann sich die Artenvielfalt frei entwickeln", so Laure Cales von natur&ëmwelt.

Ganze 63 Forderungen umfasst der Katalog. Dass nicht allen diesen Forderungen Rechnung getragen wird, weiß die Naturschutzorganisation. Deshalb hat sie sechs Kernforderungen herausgearbeitet, denen eine zentrale Priorität eingeräumt werden soll.

Sechs Kernforderungen

  • Die Naturschützer fordern eine intelligente Landesplanung mit drei Agglomerationszentren (Luxemburg, Süden und Nordstad), die der Zersiedelung der Landschaft ein Ende setzt.  
  • Bis 2025 soll die Landwirtschaft zu 20 Prozent auf Biolandwirtschaft umgestellt sein.
  • Der Gebrauch von Pestiziden ist generell zu verbieten, wobei der private Gebrauch sofort verboten werden sollte, so Präsident Roby Biwer.
  • Größere Anstrengungen sind laut natur&ëmwelt auch im Gewässerschutz (Grundwasser und Fließgewässer) vonnöten.
  • Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist in den Augen der Naturschutzorganisation eine gute Sache, allerdings dürfe die Förderung nicht auf Kosten des Naturschutzes gehen, sie müsse auch die Artenvielfalt schützen, so Roby Biwer.
  • Was die Ausweisung von Natura-2000-Gebieten angeht, nimmt Luxemburg in Europa eine Vorreiterrolle ein. Das freut die Naturschutzvereinigung, allerdings fordert sie, dass die Managementpläne umgehend fertiggestellt und die Maßnahmen auch umgesetzt werden, um eine weitere Verschlechterung der Lebensräume und der dort lebenden Arten zu verhindern.





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