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Nationalitätengesetz: CSV und Koalition auf einer gemeinsamen Linie
Der Luxemburger Pass. Möglichst viele Ausländer sollen die Staatsbürgerschaft bekommen.

Nationalitätengesetz: CSV und Koalition auf einer gemeinsamen Linie

Foto: Anouk Antony
Der Luxemburger Pass. Möglichst viele Ausländer sollen die Staatsbürgerschaft bekommen.
Politik 09.03.2016

Nationalitätengesetz: CSV und Koalition auf einer gemeinsamen Linie

Marc THILL
Marc THILL
Das Nationalitätengesetz wird reformiert, und am Freitag will Justizminister Félix Braz dem Regierungsrat seinen Vorschlag vorlegen. Wie es scheint, sind sich dabei die Koalitionsparteien und die CSV mittlerweile in vielen Punkten eins.

(mt) - Am Freitag wird Justizminister Félix Braz (Déi Gréng) dem Regierungsrat seine Reform des Nationalitätengesetzes vorlegen. Wie Radio 100,7  am Mittwoch meldete, sind die Regierungsparteien und die CSV in vielen Punkten bei dieser Reform auf einer gemeinsamen Linie.

Der Vorschlag des Justizministers orientiere sich an dem Gesetzesvorschlag, den CSV-Oppositionsführer Claude Wiseler vor einem Jahr im Vorfeld des Referendums über das Ausländerwahlrecht hervorgebracht habe, so 100,7.

Der Justizminister hatte vor fünf Monaten ein Vorprojekt für ein neues Nationalitätengesetz vorgelegt, das den Zugang zur Luxemburger Staatsbürgerschaft weit mehr öffnen sollte als der ursprüngliche Vorschlag von Wiseler.

Nun sind sich CSV und Koalition offenbar eins.

Zwei Punkte aus der Reform:

  1. Wer in Luxemburg als Kind zugewanderter Eltern zur Welt kommt, soll in Zukunft die Luxemburger Staatsbürgerschaft bereits im Alter von zwölf Jahren beantragen können.
  2. Ein Ausländer mit 20 Jahren Residenz in Luxemburg soll in Zukunft lediglich einen Kurs für Bürgerkunde belegen, um die Luxemburger Staatsangehörigkeit zu erlangen.

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