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Im Zeichen der Solidarität und Toleranz
Politik 3 Min. 23.06.2021
Nationalfeiertag am Kanounenhiwwel

Im Zeichen der Solidarität und Toleranz

Am Kanounenhiwwel fand am Mittwoch eine offizielle Zeremonie statt.
Nationalfeiertag am Kanounenhiwwel

Im Zeichen der Solidarität und Toleranz

Am Kanounenhiwwel fand am Mittwoch eine offizielle Zeremonie statt.
Foto: SIP
Politik 3 Min. 23.06.2021
Nationalfeiertag am Kanounenhiwwel

Im Zeichen der Solidarität und Toleranz

Um 11 Uhr versammelten sich der Großherzog, die Regierungsmitglieder, Vertreter des Schöffenrats der Hauptstadt, des Staatsrates, der Justiz, der diplomatischen Vertretungen in Luxemburg, der Armeechef und der Polizeidirektor auf dem Kanounenhiwwel.

Keine Militärparade, kein Te deum, kein Feuerwerk und keine große Party.  Wegen der Corona-Pandemie wurden auch in diesem Jahr alle offiziellen Feierlichkeiten um den Geburtstag von Staatschef Großherzog Henri abgesagt. Lediglich am Kanounenhiwwel fand am Mittwoch eine offizielle Zeremonie statt - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 

Ein paar Zuschauer wollten sich die Zeremonie vor Ort nicht entgehen lassen.
Ein paar Zuschauer wollten sich die Zeremonie vor Ort nicht entgehen lassen.
Foto: SIP

Neben Großherzog Henri hielten auch der Präsident des Parlaments, Fernand Etgen sowie Premierminister Xavier Bettel eine Rede. Eine Abteilung der Militärmusik spielt die Europahymne und dann die „Hemecht“.

Die Kanonen standen im Stadtteil Cents.
Die Kanonen standen im Stadtteil Cents.
Foto: EMA

Doch eine kleine Tradition blieb am Ende der Zeremonie erhalten: Nach der Feier wurden in Fetschenhof im Stadtteil Cents in der Hauptstadt 21 Kanonenschüsse zu Ehren von Großherzog Henri abgefeuert.      

Großherzog Henri

„Das Virus hat uns gelehrt, Gewohnheiten zu überdenken“, so der Großherzog in seiner Ansprache. Abstand zu halten sei wichtig, doch dürfe dies nicht zu einem auseinanderfallen der Gesellschaft führen. „Dank der Impfung und der großen Anteilnahme daran dürfen wir uns wieder näher kommen.“ Wir seien auf einem guten Weg der Besserung. 

Großherzog Henri betonte die Wichtigkeit der EU.
Großherzog Henri betonte die Wichtigkeit der EU.
Foto: SIP

Allerdings zeige die Corona-Pandemie, dass die Globalisierung nicht die Lösung für alles sei, sondern auch eine regionale und europäische Produktion wichtig sei - gerade um in einer Krise schneller reagieren zu können. Auf europäischer Ebene spiele die Solidarität daher eine große Rolle. Er sprach zudem von der Wichtigkeit der Natur, einer gesunden Wirtschaft und der Digitalisierung. „Nächstes Jahr werden es 60 Jahre, dass wir den Nationalfeiertag am 23. Juni abhalten. Meine große Hoffnung ist die, dass wir dann richtig feiern können. Alle zusammen.“ 

D’nächst Joer ginn et 60 Joer, datt mir den Nationalfeierdag um 23. Juni feieren. Meng grouss Hoffnung ass déi, datt mir dann nees richteg feiere kënnen. Alleguer zesummen.

Großherzog Henri

Später in diesem Jahr werde die Regierung eine Zeremonie organisieren, um den Opfern der Pandemie zu gedenken, verkündet der Großherzog am Ende seiner Rede.

Premierminister Xavier Bettel   

Für Premierminister Xavier Bettel sei es wichtig gewesen, einen eigenen Weg in der Pandemie zu gehen. Aus diesem Grund sei Luxemburg besser aus der Krise gekommen als andere Länder. „Das haben wir vor allem ihnen zu verdanken, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen.“

A schwieregen Zäite weist sech déi wierklech Gréisst vun engem Land.

Premierminister Xavier Bettel

„Unter normalen Umständen würden wir in der Philharmonie die Persönlichkeiten ehren, die sich in den vergangen zwölf Monaten besonders ausgezeichnet haben“, so der Premierminister. „Doch diesmal wäre sie dafür zu klein gewesen“. Zu vielen Menschen müsse man danken, ob nun im Gesundheits- und Pflegesektor, bei der Polizei, Feuerwehr, den Beamten, im Schulwesen oder einfach den Menschen, die zu Hause geblieben sind oder „hinter einer Kasse oder zwischen den Regalen stehen“. In schwierigen Zeiten zeige sich die Größe eines Landes: „Wenn es darauf ankommt, halten wir zusammen“.

Premier Xavier Bettel dankte in seiner Rede auch den Bürgern.
Premier Xavier Bettel dankte in seiner Rede auch den Bürgern.
Foto: SIP

Bereits gestern gratulierte Premierminister Xavier Bettel über seinen Twitter-Kanal.


Präsident des Parlaments Fernand Etgen  

Der Präsident des Parlaments ging auf die einzelnen Schicksale ein, die sich hinter den täglichen Corona-Zahlen der Santé verstecken. 

Fernand Etgen sprach auch über die  die „Covid-19-Generation“.
Fernand Etgen sprach auch über die die „Covid-19-Generation“.
Foto: SIP

„Hinter jeder Zahl stecken menschliche Tragödien“, so Fernand Etgen. Er gedachte denjenigen, die wochenlang um ihr Leben kämpften, die heute noch an den Folgen zu leiden haben und den Kampf gegen das Virus verloren. 

Duerch d’Wëssenschaft erkenne mer lo dat Liicht um Enn vum Tunnel.

Präsidenten des Parlaments Fernand Etgen

Auch sei es wichtig, nicht die „Covid-19-Generation“ zu vergessen. „Viele junge Menschen können ihre Jugend nicht so leben, wie sie sich das wünschen. (...) Wir sind uns alle mehr als je bewusst geworden, was Freiheit bedeutet.“

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