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Nationale Schülerkonferenz: Cnel kritisiert Abkommen im Secondaire
Politik 16.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Nationale Schülerkonferenz: Cnel kritisiert Abkommen im Secondaire

Die Cnel ist gegen die Abschaffung der "double correction" auf Abschlussklassen.

Nationale Schülerkonferenz: Cnel kritisiert Abkommen im Secondaire

Die Cnel ist gegen die Abschaffung der "double correction" auf Abschlussklassen.
Foto: Shutterstock
Politik 16.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Nationale Schülerkonferenz: Cnel kritisiert Abkommen im Secondaire

Die nationale Schülerkonferenz (Cnel), Sprachrohr der Lycées-Schüler in Luxemburg, bereitet sich auf die Rentrée und das bevorstehende Schuljahr vor. Auf der Agenda steht u. a. das Abkommen zwischen Bildungsminister Claude Meisch und der Intersyndicale.

(mig) - Die Conférence nationale des élèves du Luxembourg repräsentiert die Schüler der insgesamt über 30 Sekundarschulen des Landes. Anders als der Bildungsminister oder auch die Lehrergewerkschaften haben sie nur eines im Blick: die Interessen der Schüler. In diesem Sinne ist ihnen das Abkommen, das der Minister im Sommer mit den Gewerkschaften des Secondaire getroffen hat, ein Dorn im Auge.

Das betrifft in erster Linie die geplante Abschaffung der "double correction" auf Abschlussklassen. Über dieses Thema wollen die Cnel-Vertreter in der kommenden Sitzung beraten und ihr Gutachten dazu abgeben.

Der Werteunterricht ist beschlossene Sache und soll 2017/18 flächendeckend in allen Schulen eingeführt werden. Dennoch wies die Cnel am Mittwoch noch einmal darauf hin, dass sie mit diesem Projekt nicht einverstanden ist. "Wir wollen, dass die Schüler weiterhin zwischen Religion- und Moralunterricht wählen können. Das ist ein fundamentales Recht, das nicht vom Staat eingeschränkt werden darf", sagte Cnel-Vizepräsident Jean Wiwenes.

Reform der Berufsausbildung

Die Cnel fordert im Rahmen der Reform der Berufsausbildung die Wiedereinführung eines Notensystems, um den Schülern den Zugang zu ausländischen Hochschulen zu erleichtern. Das modulare und kompetenzbasierte Luxemburger System sei schwer verständlich und benachteilige Luxemburger gegenüber Schülern mit einem benoteten Abschlussexamen. Des Weiteren fordert die Cnel eine Anpassung der Nachhilfekurse (rattrapages) sowie gleiche Rechte für alle Lehrlinge, unabhängig von ihrem Ausbildungsbereich.

Kostenloser Transport

Die Cnel ging des Weiteren auf die bereits erfolgten Zusagen der Regierung in Sachen Schülertransport ein. Diese betreffen den kostenlosen öffentlichen Transport für alle Cnel-Vertreter zum Versammlungsort und für alle Schüler, die im Rahmen ihrer Ausbildung ein Praktikum, absolvieren. Sie erhalten eine Bescheinigung, mit der sie samt MyCard zur Praktikumsstelle fahren dürfen. Insgesamt begrüßte die Cnel die Zusage der Regierung, nicht am Schülertransport sparen zu wollen.


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