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Nationale Elternvertretung beschwert sich in offenem Brief
Politik 2 Min. 12.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Nationale Elternvertretung beschwert sich in offenem Brief

Die nationale Elternvertretung bedauert, dass sie in Schulfragen nicht konsultiert worden ist.

Nationale Elternvertretung beschwert sich in offenem Brief

Die nationale Elternvertretung bedauert, dass sie in Schulfragen nicht konsultiert worden ist.
Foto: dpa
Politik 2 Min. 12.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Nationale Elternvertretung beschwert sich in offenem Brief

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Die nationale Elternvertretung beschwert sich in einem offenen Brief an den Bildungsminister, nicht in die Beratungen über die Schulöffnung eingebunden worden zu sein. Und stellt Forderungen.

Wie Anfang der Woche die Gewerkschaft des Lehrpersonals der nationalen Kompetenzzentren (SPEBS) beschwert sich jetzt auch die nationale Elternvertretung, bei der Ausarbeitung der Pläne zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs nicht eingebunden worden zu sein. Wären die Elternvertreter eingebunden gewesen, hätten sie ihren Ängsten und Sorgen Gehör verschaffen, sich aber auch mit Ideen und Vorschlägen "dans un véritable esprit de partenariat entre écoles, parents, enseignants et instances étatiques" einbringen können, so die nationalen Eltervertreter am Dienstag in einem offenen Brief an Bildungsminister Claude Meisch (DP).


Für Kinder mit einer Behinderung wird die bevorstehende Schulrentrée eine noch größere Herausforderung als für Regelschüler.
Kompetenzzentren: SPEBS kritisiert Bildungsminister Meisch
Die Lehrkräfte in den nationalen Kompetenzzentren beschweren sich in einem offenen Brief über das Vorgehen des Bildungsministers in Sachen Schulöffnung.

Die Elternvertretung ist der Meinung, dass die Schulrentrée für Kinder des Zyklus 1 und für Kinder mit spezifischen Bedürfnissen in den nationalen Kompetenzzentren freiwillig sein sollte, und die Eltern sich im Gegenzug dazu verpflichten, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Die Elternvertreter sind der Ansicht, dass die sanitären Maßnahmen manche Kinder unnötig verstören könnten. Darüber hinaus stünde dann mehr Personal für die restlichen Zyklen zur Verfügung.

Die Aufteilung in A- und B-Wochen ist nach Auffassung der nationalen Elternvertretung sehr komplex und nur schwer umsetzbar. Hier hätte man sich einfachere Lösungen gewünscht. Bezüglich der Rekrutierung von zusätzlichem Betreuungspersonal sorgen sich die Elternvertreter um die Qualifikation der Betreuer und deren Kompetenzen im Umgang mit Kindern.

In der Représentation nationale des parents (RNP) sind auch Eltern von Kindern, die in den Kompetenzzentren unterrichtet werden. Wie die Gewerkschaft des Personals, das in den Zentren mit den Kindern arbeitet, beschweren sich auch die Eltern, dass den Kindern mit spezifischen Bedürfnissen in den Stellungnahmen und Pressekonferenzen des Ministers kaum Beachtung geschenkt worden sei. Diese Kinder bräuchten mehr noch als andere Kinder ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes Schul- und Sicherheitskonzept.

Secondaire: Viele Fragen

Was den Sekundarunterricht betrifft, erklären die Elternvertreter, dass sie mit vielen Schüler- und Elternfragen bezüglich der Leistungsbewertung und der Abschlussnoten konfrontiert würden. Vieles sei unklar, zum Beispiel was das Weglassen der schlechtesten Note betrifft. Aber auch in Bezug auf die noch verbleibenden Prüfungen gebe es Unklarheiten. Die RNP verlangt präzise Informationen für Lehrer und Schüler und gegebenenfalls eine Anpassung der Modalitäten, um die Versetzung von Schülern nicht zu gefährden.


Lehrer, Eltern und Schüler blicken der Schulöffnung mit gemischten Gefühlen entgegen.
Forderungen der Lehrer- und Schülervertreter an Claude Meisch
Kinder des Zyklus 1 sollen zu Hause bleiben können und die Primaner sollen in der Woche des 4. Mai zwischen direktem und Fernunterricht wählen können, fordern die Lehrergewerkschaften und Schülerorganisationen.

Kinder mit gesundheitlichen Risiken

Ferner äußert die RNP Bedenken in Bezug auf die vom Conseil supérieur des maladies infectieuses etablierten Kriterien, unter denen Ärzte Kinder mit gesundheitlichen Risiken vom Unterricht befreien können. Klar müsse Missbrauch verhindert werden, schreibt die RNP. Aber sie stellt den restriktiven Charakter dieser Vorgehensweise infrage.

Hier der offene Brief der nationalen Elternvertretung in voller Länge:


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