Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nach der Veröffentlichung des Artuso-Berichts: Der Anfang ist gemacht
Politik 1 19.02.2015

Nach der Veröffentlichung des Artuso-Berichts: Der Anfang ist gemacht

Politik 1 19.02.2015

Nach der Veröffentlichung des Artuso-Berichts: Der Anfang ist gemacht

Im Interview mit dem Luxemburger Wort zeigt sich der Präsident des „Consistoire israélite“, Claude Marx, zufrieden mit den Ergebnissen des Artuso-Berichts.

(DS) - „Ich bin zufrieden mit dem Bericht“, erklärt Claude Marx vom „Consistoire israélite“. Mehr als 70 Jahre nach den Ereignissen sei es an der Zeit gewesen, dass endlich Klarheit geschaffen wurde, meint der Vorsitzende. Viele Dinge seien nie wirklich in Frage gestellt oder hinterfragt worden.

Der Bericht des Historikers Vincent Artuso, der erst vor wenigen Tagen veröffentlicht worden war, hatte offenbart, dass die Verwaltungskommission sich an der Deportation der Juden im Zweiten Weltkrieg mitschuldig gemacht hatte.

Die Forschung muss weitergehen

Für Claude Marx steht unumstößlich fest, dass die Forschung weiter vorangetrieben werden muss. Viele Fragen bleiben noch zu klären, etwa die der „comptes dormants“, der verschwundenen Spareinlagen von Juden. Am liebsten würde der Vorsitzende es sehen, wenn ein spezielles Institut für Zeitgeschichte sich der Sache annehmen würde. Für Marx ist es deshalb dringend erforderlich, dass ein „Institut de l'histoire des temps présents“ geschaffen wird.

Geschaffen werden müssten seiner Meinung nach auch endlich eine Gedenkstätte und eine Stiftung zur Erinnerung an die Shoa. Der Bericht der Spezialkommission zur Enteignung der Juden hatte 2009 in ihrem Schlussbericht eine diesbezügliche Empfehlung ausgegeben. Während die Arbeiten an der Gedenkstätte gut vorankommen, lässt die Stiftung weiter auf sich warten, bedauert Claude Marx.

Das ausführliche Interview mit dem Präsidenten des Consistoire können Sie in der Freitagausgabe des Luxemburger Wort nachlesen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erinnerung an die Opfer der Shoa: Eine Stiftung und ein Denkmal
Die Erinnerung an die Opfer der Shoa soll wach gehalten werden. Deshalb soll eine Stiftung gegründet und ein nationales Denkmal errichtet werden. Dies bestätigte Premier Bettel in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser.
Vertreter des Staatsministeriums und des Consistoire arbeiten zur Zeit die Statuten der Shoa-Stiftung aus.
Artuso-Bericht: Anerkennung für das zugefügte Leid
Der Institutionenausschuss beschäftigte sich am Donnerstag erneut mit dem Artuso-Bericht. Eingeladen waren Claude Marx und François Moyse vom Consistoire Israélite de Luxembourg. Ihnen geht es um eine Anerkennung des Leids, das den Juden zugefügt wurde.
Claude Marx und François Moyse vom Consistoire Israélite de Luxembourg erklärten den Ausschussmitgliedern ihre Sicht der Dinge.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.