Nach dem geplanten Anschlag im Thalys: Bausch: Wir brauchen mehr Polizeipräsenz
(MF/vb) – Nach dem geplanten Anschlag in einem Thalys am vergangenen Freitag wird der Ruf nach mehr Sicherheit im Bahnverkehr laut. Transportminister François Bausch fordert nun mehr Polizeipräsenz in den Zügen.
„Es gibt da keine tausend Möglichkeiten. Wir brauchen mehr Polizisten in den Zügen“, sagte er gegenüber wort.lu. Bausch will sich dafür einsetzen, dass eine Spezialeinheit der Polizei für den öffentlichen Transport geschaffen wird.
Derzeit hat die CFL eine Truppe von 31 Wachmännern, die bei Bedarf von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt werden. Diese haben aber keine hoheitliche Befugnis. Ihre Rechte sollen auch nicht ausgebaut werden, das sei Sache der Polizei, sagte Bausch. Er schlägt eine Spezialeinheit für den öffentlichen Transport vor, die aus rund 15 Beamten bestehen und für „mehr Sicherheit in den Zügen und an den Bahnhöfen“ sorgen soll. Bleibt die Frage, wo die zusätzlichen Polizisten herkommen sollen. Etienne Schneider, Minister für innere Sicherheit, hat im Juni angekündigt, 320 neue Polizisten einzustellen, und zwar bis zum Jahr 2018.
Auf der anderen Seite gibt Bausch zu bedenken, dass man jetzt nicht übertreiben solle. „Wir dürfen jetzt nicht bei der Reisefreiheit der EU-Bürger den Rückwärtsgang einlegen. Auch wenn man die Gefahr von Attentaten ernst nehmen muss“, sagte er.
Er sprach zudem die Idee an, Scanner auf Hochgeschwindigkeitszügen anzubringen, die automatisch das Gepäck der Passagiere durchleuchten. „Ich kenne das von meinen Reisen nach China. Man muss dabei bedenken, dass das eine hohe Investition erfordert.“