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Nach dem Artuso-Bericht : Parlament und Regierung entschuldigen sich
Politik 05.06.2015

Nach dem Artuso-Bericht : Parlament und Regierung entschuldigen sich

Nach der Auswertung des Artuso-Berichts wird sich das Parlament offiziell bei der jüdischen Gemeinde entschuldigen.

Nach dem Artuso-Bericht : Parlament und Regierung entschuldigen sich

Nach der Auswertung des Artuso-Berichts wird sich das Parlament offiziell bei der jüdischen Gemeinde entschuldigen.
Lex Kleren
Politik 05.06.2015

Nach dem Artuso-Bericht : Parlament und Regierung entschuldigen sich

Parlament und Regierung werden sich bei der jüdischen Gemeinde für das Leid, das den Juden in Luxemburg im Zweiten Weltkrieg zugefügt wurde, offiziell entschuldigen.

(DS) - Das Parlament wird sich bei der jüdischen Gemeinde entschuldigen. Zu diesem Schluss kamen die Mitglieder des Institutionenausschusses nach langen Beratungen über den Artuso-Bericht. Das Parlament wird das Leid, das der jüdischen Bevölkerung in Luxemburg während des Zweiten Weltkriegs zugefügt wurde, zudem offiziell anerkennen.

Auch die Regierung wird am 9. Juni Stellung beziehen. Premier Bettel wird sich am Dienstag vor dem Parlament bei der jüdischen Gemeinde entschuldigen.

In der Resolution wird zudem festgehalten, dass alles mögliche getan werden muss, um die Erinnerung an die schreckliche Zeit wachzuhalten und jedwede Anstrengungen geleistet werden sollen, um Antisemitismus auch in Luxemburg künftig zu verhindern.

Resolution einstimmig angenommen

Die Resolution wird parteiübergreifend von allen Ausschussmitgliedern getragen, so dass das Plenum am Dienstag das Dokument auch einstimmig annehmen wird: „Um ein deutliches Zeichen zu setzen, ist es wichtig, dass die Resolution einstimmig verabschiedet wird“, so der Vorsitzenden der Kommission, Alex Bodry. 

Kammerpräsident Mars di Bartolomeo zeigte sich erfreut, dass die Debatten über den Bericht und die Judenverfolgung in Würde verlaufen sind.

Der Historiker Vincent Artuso war in seinem Bericht, der am 10. Februar offiziell vorgestellt worden war, zum Schluss gekommen, dass die Verwaltungskommission mit den deutschen Besatzern kollaboriert hat. Ihre Arbeit habe zwar nicht in den Massenmord geführt, sie trage aber eine Mitschuld an der Deportation der Juden.



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