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Ministerin Dieschbourg: "Nicht von Populisten ausbremsen lassen"
Politik 16.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Ministerin Dieschbourg: "Nicht von Populisten ausbremsen lassen"

Ministerin Dieschbourg: "Nicht von Populisten ausbremsen lassen"

Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Politik 16.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Ministerin Dieschbourg: "Nicht von Populisten ausbremsen lassen"

Umweltministerin Carole Dieschbourg war in der vergangenen Woche zur Weltklimakonferenz in Madrid. Über das Resultat des Gipfels zeigte sie sich enttäuscht.

(SC) - In ihrer Funktion als Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung war die Grünen-Politikerin Carole Dieschbourg vergangene Woche auf der Weltklimakonferenz in Madrid. Im RTL-Interview erklärte die Ministerin sich am Montagmorgen "sehr enttäuscht" darüber, dass man es auf dem Gipfel nicht geschafft habe, das Regelbuch des Pariser Abkommens fertigzustellen. Der Gipfel sei ein Misserfolg gewesen, da keine konkreten Entscheidungen getroffen wurden und man es versäumt habe, eine ernsthafte Basis für den Emissionshandel zu schaffen.


A man smokes an electronic cigarette at the UN Climate Change Conference COP25 at the 'IFEMA - Feria de Madrid' exhibition centre, in Madrid, on December 11, 2019. (Photo by CRISTINA QUICLER / AFP)
COP25: Feilschen um die Finanzen
An hohen Ambitionen und Zielen wird der Kampf gegen den Klimawandel nicht scheitern. Um diese Ziele jedoch zu erreichen, braucht es Geld. Viel Geld. Beispiel Zertifikatehandel.

Den Grund für das Scheitern der COP25 in Madrid sieht Ministerin Dieschbourg vor allem bei der Fossillobby und rechtspopulistischen Regierungen. Als Beispiel nannte sie Brasilien. Das Land fährt derzeit unter Präsident Jair Bolsonaro bereits eingeführte Klima- und Regenwaldschutzmaßnahmen wieder zurück. Brasilien habe "bis zum Schluss" versucht, das Pariser Abkommen zu "durchlöchern". Auch die USA seien bei der COP25 "sehr schwierig" in den Verhandlungen gewesen. Es sei jedoch wichtig, sich nicht von Populisten "ausbremsen zu lassen".

Carole Dieschbourg redete am Montagmorgen im RTL-Interview über ihre Eindrücke vom Weltklimagipfel in Madrid.
Carole Dieschbourg redete am Montagmorgen im RTL-Interview über ihre Eindrücke vom Weltklimagipfel in Madrid.
Foto: Guy Wolff

Trotz des Widerstands von drei oder vier Ländern stünde die überwältigende Mehrheit der Länder hinter dem Pariser Abkommen. Auch seien in den letzten Jahren auf anderen Klimakonferenzen - wie zum Beispiel im polnischen Katowice - bereits große Fortschritte gemacht worden. Über 40 Regionen rund um die Welt hätten bereits einen funktionierenden Emissionsmarkt.

Auch das neue luxemburgische Klimaschutzgesetz wurde im RTL-Interview kurz zum Thema. Genaue Details gab es von Ministerin Carole Dieschbourg am Montag jedoch nicht. Das Klimaschutzgesetz dient als legislativer Rahmen für die Umsetzung des nationalen Klima- und Energieplans, der am Donnerstagnachmittag erstmals in der Chamber debattiert wird.


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