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Minister Schneider und Lenert: Der "Gesondheetsdësch" kann kommen
Politik 2 Min. 14.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Minister Schneider und Lenert: Der "Gesondheetsdësch" kann kommen

Fünf Zukunftsthemen, sechs Arbeitsgruppen und Zwischenbilanz in sechs Monaten - so die Planung von Romain Schneider und Paulette Lenert.

Minister Schneider und Lenert: Der "Gesondheetsdësch" kann kommen

Fünf Zukunftsthemen, sechs Arbeitsgruppen und Zwischenbilanz in sechs Monaten - so die Planung von Romain Schneider und Paulette Lenert.
Foto: Lex Kleren
Politik 2 Min. 14.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Minister Schneider und Lenert: Der "Gesondheetsdësch" kann kommen

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Erste Sitzung der Grundsatzdiskussionen über das Gesundheitssystem: Themen, Arbeitsgruppen, Teilnehmer und Zeitplan stehen.

"Kick-off-Meeting" hieß die Veranstaltung, zu der Sozialminister Romain Schneider sowie die Ministerin für Gesundheit und delegierte Ministerin für Soziales, Paulette Lenert, am Freitag geladen hatten. Es ging um die erste Runde des Gesondheetdësch und wie er ablaufen soll. Der Gondheetsdësch soll eine permanente Institution bleiben, sagen die Minister Romain Schneider und Paulette Lenert. 

Die CNS, die Gewerkschaften OGBL, LCGB und CGFP, die UEL für die Arbeitgeber, die AMMD für die Ärzteschaft und die Krankenhausföderation FHL waren dabei vertreten. Andere Akteure, wie die Patientevertriedung, der Dachverband der Pflegeeinrichtungen oder verschiedene andere Gesundheitsberufe können noch punktuell dazustoßen, erklärte Schneider.  


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Es war eine der Bedingungen, die die Ärzteschaft stellte, damit sie wieder an den Tisch der Nomenklaturkommission zurückkehrt: Am Gesondheetsdësch sollen die grundsätzlichen Fragen diskutiert werden, die sich stellen, um das Gesundheitssystem zukunftsfähig aufzustellen. Und wer denkt, das sind nur wenige, der irrt.

Fünf Themen des Gesundheitstischs

Fünf Themenblöcke wurden bereits bei der Quadripartite vorgeschlagen: Wie kann der Krankenhaussektor durch ambulante Strukturen ergänzt werden, wozu auch die Fragen gehören, wie die Grundversorgung gewährleistet werden kann und wie solche Strukturen organisiert werden können. 

Es soll auch um die verbesserte Beziehung zwischen Patient und Dienstleister gehen: Dazu gehört der allgemeine Tiers payant, eine Verwaltungsvereinfachung, die Digitalisierung, aber auch der Ärztemangel und die Demografie des Pflegepersonals. "Es ist ein breites Feld, das hier abgedeckt wird", kommentierte Schneider.

Die Prävention ist einer der Schwerpunkte von Gesundheitsministerin Lenert.
Die Prävention ist einer der Schwerpunkte von Gesundheitsministerin Lenert.
Foto: Lex Kleren

Ein drittes Thema kümmert sich um das, was auch der neuen Gesundheitsministerin sehr am Herzen liegt: die Prävention. "Eine Reihe Sachen gibt es, aber was fehlt, was gibt es in anderen Ländern, wie finanzieren wir die Prävention, die einen Paradigmenwechsel darstellt?"    

Diskutiert wird auch das Thema der neuen Technologien - Stichwort E-health und Medizin der Zukunft. Und schließlich wird auch überlegt, wie all das langfristig finanziert werden kann

Das System steht vor großen Herausforderungen.

Paulette Lenert

"Das System steht vor großen Herausforderungen", sagte Lenert. "Wir haben  heute den Diskussionen in den sechs Arbeitsgruppen, die eingesetzt werden, Struktur und eine klare Planung bis zum Herbst gegeben. Im Juli wird Zwischenbilanz gezogen, die wir auch dem Parlament vorstellen werden." 

Minister bei den Arbeitsgruppen dabei

Die Arbeitsgruppen orientieren sich an den fünf gesetzten Themen. Eine Gruppe wird sich allerdings explizit mit dem Mangel an medizinischem und Pflegepersonal befassen. "Wir haben noch keinen richtigen Notstand, sollten aber überlegen, was der künftige Bedarf ist. Dazu gehören auch die Fragen zur Ausbildung und den zukünftigen Arbeitsbedingungen", erklärte Lenert.  


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Ziel des Gesondheetsdëschs sei es, einen nationalen Gesundheitsplan aufzustellen, der im besten Fall Anfang nächsten Jahres präsentiert werden soll. "In drei Regierungsprogrammen ist er vorgesehen, es wird Zeit, dass wir es machen."  

Schneider ergänzte, dass der Gesondheetsdësch institutionalisiert werden soll und neben der Quadripartite auch langfristig weiter tagen soll. Jeweils einer der beiden Minister wird an den Sitzungen der Arbeitsgruppen teilnehmen.


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