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"Mini-Crèches" im Anmarsch
Politik 22.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Claude Meisch

"Mini-Crèches" im Anmarsch

In Luxemburg gibt es derzeit rund 700 Tagesmütter und -väter, die eine Genehmigung des Ministeriums vorweisen können.
Claude Meisch

"Mini-Crèches" im Anmarsch

In Luxemburg gibt es derzeit rund 700 Tagesmütter und -väter, die eine Genehmigung des Ministeriums vorweisen können.
Foto: Shutterstock
Politik 22.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Claude Meisch

"Mini-Crèches" im Anmarsch

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Bildungsminister Claude Meisch möchte neue Wege gehen: Künftig sollen sich Tageseltern und Erzieher zusammenschließen können, um eine "Mini-Crèche" zu gründen. Die Gesetzgebung soll im Frühling 2018 angepasst werden.

(ml) - Die Betreuung von Kleinkindern findet hierzulande entweder in Kindertagesstädten oder bei Tageseltern statt. Demnächst könnte ein Übergangsmodell Wirklichkeit werden. Bildungsminister Claude Meisch (DP) verkündete den Mitgliedern des zuständigen Parlamentsausschusses, dass er beabsichtigt, ein Sonderstatut für sogenannte "Mini-Crèches" zu schaffen.

Vorstellbar wäre z.B., dass ein Erzieher und eine Tagesmutter, die beide den Kriterien des "Chèque-Service" und der mehrsprachigen Förderungen gerecht werden, zusammenarbeiten, ohne dass sie in Bezug auf die Räumlichkeiten die gleichen Bedingungen wie Kindertagesstätte erfüllen müssen.

Kostenlose Frühförderung

Claude Meisch will die entsprechende großherzogliche Verordnung im Herbst einreichen. Die Gesetzgebung soll im Frühling 2018 den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Die Abgeordneten haben sich zudem mit der Reform des Gesetzes auseinandergesetzt, das die Aktivitäten der Tageseltern regelt. Im Wesentlichen ging es darum zu klären, welche Sprachanforderungen die Tageseltern erfüllen müssen.  Rund 700 Tageseltern verfügen derzeit über eine Genehmigung des zuständigen Ministeriums, 600 sind im "Chèque-Service" System eingegliedert.

Ab diesem Herbst soll in Luxemburgs Kitas die kostenlose mehrsprachige Erziehung in Luxemburgisch und Französisch eingeführt werden. Die Arbeiten an dem entsprechenden Gesetzentwurf werden fortgesetzt.


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