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Militärflugzeug A400M in Luxemburg gelandet
Politik 11 07.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Militärflugzeug A400M in Luxemburg gelandet

Das Transportflugzeug A400M kann auch für zivile Hilfsaktionen eingesetzt und sogar zu einem mobilen Krankenhaus umfunktioniert werden.

Militärflugzeug A400M in Luxemburg gelandet

Das Transportflugzeug A400M kann auch für zivile Hilfsaktionen eingesetzt und sogar zu einem mobilen Krankenhaus umfunktioniert werden.
Foto: Pierre Matgé
Politik 11 07.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Militärflugzeug A400M in Luxemburg gelandet

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Fast 20 Jahre nach der Bestellung erhält Luxemburg sein militärisches Transportflugzeug. Die Kosten betragen rund 200 Millionen Euro.

Eigentlich hätte das im Jahr 2001 bestellte Militär-Transportflugzeug A400M bereits 2013 an Luxemburg ausgeliefert werden sollen. Am Mittwoch ist die Maschine nun mit sieben Jahren Verspätung in Anwesenheit von Verteidigungsminister François Bausch (Déi Gréng) und dem neuen Armeechef, General Steve Thull, auf dem Flughafen Findel gelandet.

Luxemburg betreibt das Flugzeug gemeinsam mit Belgien, weswegen die Maschine auf dem nordöstlich von Brüssel gelegenen Militärstützpunkt Melsbroek stationiert wird. Das im spanischen Sevilla gebaute Flugzeug des Herstellers Airbus kostet rund 197 Millionen Euro und ist Teil der luxemburgischen NATO-Verpflichtungen. Der Unterhalt des Flugzeugs kostet über 35 Jahre verteilt zusätzliche 420 Millionen Euro.

Platz für bis zu 116 Personen

Das Großherzogtum will bis 2023 0,72 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung investieren. Aktuell liegt dieser Wert bei 0,6 Prozent. Eigentlich haben sich die Mitglieder des transatlantischen Verteidigungsbündnisses dazu verpflichtet, dass zwei Prozent ihres PIB in Militärausgaben fließen. 


Alles in allem kostet der A400M den Luxemburger Staat über 600 Millionen Euro.
Ein teures Flugzeug
Vor 17 Jahren haben Luxemburg und Belgien ein Kooperationsabkommen über den Kauf und den Unterhalt von acht Militärflugzeugen des Typs A400M unterzeichnet. Am Dienstag wurde das Finanzierungsgesetz angepasst.

Der A400M ist 45 Meter lang, 42,4 Meter breit und 14,6 Meter hoch. In ihm finden bis zu 116 Personen mitsamt Material Platz. So können beispielsweise zwei Dingos à 12,5 Tonnen transportiert werden. Luxemburg hat sich dazu verpflichtet, sechs Piloten und sechs Loadmaster, die für die Fracht zuständig sind, zur Verfügung zu stellen. 

Bislang haben vier Piloten ihre Ausbildung abgeschlossen, zwei sind noch dabei. Einer der luxemburgischen Piloten war am Mittwoch auch bereits als Co-Pilot im Einsatz. Bei den Loadmastern haben erst zwei Personen ihre Ausbildung abgeschlossen. Hier ist man laut François Bausch noch auf der Suche nach geeigneten Kandidaten. 

Am Donnerstag wird Großherzog Henri die Maschine in Augenschein nehmen, am Freitag wird der A400M dann weiter nach Belgien fliegen.


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