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Mexikos Regierung will eng mit USA zusammenarbeiten
Politik 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Trotz Trump-Sieg

Mexikos Regierung will eng mit USA zusammenarbeiten

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto will auf ein Verhältnis des Vertrauens hinarbeiten.
Trotz Trump-Sieg

Mexikos Regierung will eng mit USA zusammenarbeiten

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto will auf ein Verhältnis des Vertrauens hinarbeiten.
Politik 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Trotz Trump-Sieg

Mexikos Regierung will eng mit USA zusammenarbeiten

Claude FEYEREISEN
Claude FEYEREISEN
Donald Trump hatte im Wahlkampf ordentlich gegen die Nachbarn im Süden ausgeteilt. Jetzt bemühen sich beide Seiten um einen vorsichtigen Dialog. Mexikos Präsident will Trump noch vor dessen Amtsantritt persönlich treffen.

(dpa) - Die mexikanische Regierung will auch nach dem Wahlsieg von Donald Trump weiterhin eng mit den USA zusammenarbeiten. „Wir sind Verbündete, Partner und Nachbarn“, sagte Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem künftigen US-Präsidenten Trump. Das Telefonat sei freundlich und respektvoll verlaufen.

„Wir sind uns einig, dass wir auf ein Verhältnis des Vertrauens hinarbeiten müssen, denn unsere Länder sind füreinander wichtig“, sagte Peña Nieto. „Wenn es den USA gut geht, geht es Mexiko gut - und andersrum.“

Trump und die Grenzmauer

Trump hatte im Wahlkampf Mexikaner als Verbrecher bezeichnet und für den Fall eines Wahlsiegs den Bau einer Grenzmauer angekündigt. Zudem will er das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und Einwanderer ohne Papiere abschieben.

„Es öffnet sich ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen Mexiko und den USA. Das bedeutet Veränderungen, Herausforderungen, bringt aber auch Chancen mit sich“, sagte Peña Nieto weiter. Er wolle sich noch vor Trumps Amtsantritt im Januar persönlich mit ihm treffen.

Ein PR-Desaster

Bereits im Wahlkampf hatte Peña Nieto den Republikaner Trump in Mexiko-Stadt empfangen. Die Einladung stieß in Mexiko allerdings auf großes Unverständnis und entpuppte sich zu einem PR-Desaster für den ohnehin unbeliebten Präsidenten Peña Nieto.

„Unsere Beziehung zu den USA endet nicht mit dem Triumph von Donald Trump“, sagte Außenministerin Claudia Ruiz Massieu im Fernsehsender Televisa. Mexiko bereite sich allerdings auf verschiedene Szenarien vor, beispielsweise die Aufnahme zahlreicher ausgewiesener Migranten.

Mexikanische Wirtschaft von US-Markt abhängig

Die mexikanische Wirtschaft hängt stark vom US-Markt ab, der Großteil der in Mexiko produzierten Güter wird in den Norden importiert. Trumps protektionistischer Kurs könnte der mexikanischen Wirtschaft schaden.


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