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Die vierte Welle in Luxemburg rollt
Politik 2 Min. 03.11.2021 Aus unserem online-Archiv
Corona-Virus in Luxemburg

Die vierte Welle in Luxemburg rollt

9.420 Personen erhielten in der vergangenen Woche eine sogenannte Boosterimpfung.
Corona-Virus in Luxemburg

Die vierte Welle in Luxemburg rollt

9.420 Personen erhielten in der vergangenen Woche eine sogenannte Boosterimpfung.
Foto: AFP
Politik 2 Min. 03.11.2021 Aus unserem online-Archiv
Corona-Virus in Luxemburg

Die vierte Welle in Luxemburg rollt

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Santé meldet in ihren Wochenbericht deutlich mehr Neuinfektionen. Es wurden aber auch mehr Infizierte ins Krankenhaus eingeliefert, die meisten waren nicht geimpft.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter. In der Woche zwischen dem 25. und dem 31. Oktober haben sich 1.118 Personen mit dem Virus infiziert, 14 Prozent mehr als in der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach den Angaben des Gesundheitsministeriums bei 176 Neuinfektionen pro 100.000 Personen, in der Woche davor waren es nur 155. Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten betrug 35,2 Jahren.

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Geimpften und nicht Geimpften. Bei den Ungeimpften lag die Inzidenz 258,76, bei vollständig geimpften Personen hingegen nur bei 123,26. Besonders hoch ist Ansteckungsrate bei den Kindern bis 14 Jahre. In dieser Alterskategorie lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 268 Fällen pro 100.000 Fällen.

In der vergangenen Woche wurden 20.631 PCR-Tests durchgeführt, in der Woche davor waren es nur 16.754. Der Reproduktionswert sank von 1,17 auf 1,08.

Mehr Patienten in den Krankenhäusern

Wie aus dem wöchentlichen Bulletin, das die Santé gestern veröffentlicht hat, weiter hervorgeht, mussten 34 Personen im Krankenhaus behandelt werden, davon zehn auf der Intensivstation. Auch hier gibt es Differenzen zwischen Geimpften und Nichtgeimpften: 18 der 24 Patienten auf den Normalstationen waren nicht geimpft, nur sechs waren vollständig geimpft. Noch deutlicher ist die Diskrepanz bei der intensivmedizinischen Betreuung: Neun der zehn Patienten hatten keinen Impfschutz.

Die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen ist im Vergleich zur Vorwoche rückläufig. 

Die Zahl der Hospitalisierungen steigt ebenfalls weiter an: In der vergangenen Woche wurden nur 17 Personen wegen einer Covid-Erkrankung auf einer Normalstation und sieben auf einer Intensivstation betreut. Das Durchschnittsalter der Patienten stieg zuletzt von 51 auf 59 Jahre. Vier Patienten haben die Covid-Erkrankung nicht überlebt, sie waren durchschnittlich 73 Jahre alt. 

Viele Boosterimpfungen

Nach 10.556 Dosen in der vergangenen Woche registrierte die Santé zwischen 25. und dem 31. Oktober insgesamt 15.746 Impfungen. 4.736 Personen erhielten ihre erste Dosis, für 1.590 war es bereist die zweite. Zwar stieg die Gesamtzahl der Impfungen deutlich an, allerdings wurden die meisten Dosen an Personen verabreicht, die bereits vollständig geimpft werden: 9.420 Personen erhielten eine sogenannte Boosterimpfung. Die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen ist im Vergleich zur Vorwoche rückläufig.


Die Virusausbreitung weltweit erfolgt hauptsächlich durch ungeimpfte Personen und sie sind es auch, die schwer erkranken, sagt Dr. Gérard Schockmel.
"Panik ist fehl am Platz"
Dr. Gérard Schockmel zur Wirksamkeit der Impfstoffe in einer vierten Welle. „Die aktuellen Impfstoffe schützen auch gegen Varianten“, sagt der Infektiologe.

Am 2. November galten 422.990 Personen als vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 76,5 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren.

31,2 Prozent der Neuinfizierten haben sich im Kreis der Familie angesteckt. In 14,3 Prozent der Fälle geht die Infektion auf den schulischen Bereich zurück. Im Lycée Mathias Adam in Lamadelaine gab es eine Infektionskette nach dem Szenario 4. Bereits in der Vorwoche waren zwei Schüler positiv getestet worden, zwischen dem 25. und dem 28. Oktober kamen noch einmal fünf hinzu. 

Sieben Prozent der Neuinfektionen waren auf Freizeitaktivitäten zurückzuführen, fast ebenso viele Personen (6,9 Prozent) haben sich am Arbeitsplatz infiziert. In mehr als einem Drittel der Fälle konnte die Infektionsquelle nicht klar ausgemacht werden. 

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